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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Erster MMS-Virus bedroht Smartphones08.03.2005
12:17 CommWarrior tarnt sich als Multimedia-Message
Die Bedrohung durch mobile Schädlinge tritt in eine neue Dimension ein:
F-Secure und
SimWorks melden mit
CommWarrior den ersten Handy-Virus, der sich über MMS
verbreitet. Die epidemische Reichweite bisheriger
Handy-Viren wie
Cabir war begrenzt, weil sie via Bluetooth nur Mobiltelefone in umittelbarer Nähe
infizierten. Durch die Verbreitung via MMS ist dagegen eine globale Verseuchung
in den Bereich des Möglichen gerückt. "Cabir konnte sich bestenfalls nur so
schnell verbreiten wie ein Flugzeug fliegt. MMS-Viren aber sind vergleichbar
mit E-Mail-Würmern wie Bagle, MyDoom, Sobig und anderen. Eine MMS kann in
Stunden um die Welt reisen und ist deshalb sehr gefährlich", kommentiert Mikko
Hypponen, Direktor des Anti-Viren-Unternehmens F-Secure, die Bedrohung durch
MMS-Viren.
CommWarrior befällt in der jetzigen Variante Smartphones mit Symbian OS Serie 60. Betroffen sind beispielsweise die Nokia-Geräte 3650, 6600 und 6630. Der Virus wählt im Adressbuch des Smartphones zufällig Telefonummern aus und verschickt sich selbst als MMS. CommWarrior benutzt dabei bis zu 20 verschiedene Meldungs-Texte wie zum Beispiel vorgetäuschte Software-Updates von Symbian zur Ablenkung der Empfänger. Denn wie bei den anderen mobilen Viren muss auch CommWarrior noch vom Empfänger akzeptiert und installiert werden. CommWarrior lauert unerkanntDen Berichten der Sicherheitsfirmen zufolge zeigt CommWarrior noch keine das System des Smartphones direkt schädigenden Funktionen. Der indirekte Schaden trifft die Mobilfunkrechnung: "Bei einem durchschnittlichen Preis einer MMS von 0,25 bis 1,00 US-Dollar könnte CommWarrior für jeden, der das Pech hat, infiziert zu werden, teuer zu stehen kommen. Da der Virus unbemerkt im Hintergrund arbeitet, kann es einige Zeit dauern, bevor der Nutzer potenziell hunderte von CommWarrior verschickte MMS bemerkt", warnt Aaron Davidson, Geschäftsführer bei SimWorks. Aufgrund eines im Virus enthaltenen russischsprachigen Textfragmentes vermutet F-Secure den Ursprung des MMS-Virus in Russland. Die ungefähre Übersetzung des Textes laute "Nicht für Hirntote", schreiben die finnischen Sicherheitsexperten in ihrem Weblog. F-Secure identifiziert bei CommWarrior zudem eine Sleep-Funktion, die den Virus auf befallenen Geräten für unbestimmte Zeit unerkannt lauern lässt. Gleichzeitig scheint der Virus-Programmcode noch nicht allzu weit entwickelt zu sein, denn CommWarrior wählt beliebig auch Festnetznummern, die keine MMS empfangen können. Anzeige:
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