Wie bereits
berichtet tritt jetzt auch die
Internettochter der
Deutschen Telekom,
T-Online, als
DSL-Reseller auf
und bietet
T-DSL-Komplettpakete aus einer Hand an. Das heißt, sie vertreibt jetzt
nicht mehr nur die eigenen
DSL-Zugänge, sondern vermarktet
auch DSL-Anschlüsse des Mutterkonzerns unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung.
Ergänzt wird das Angebot um Hardware-Produkte und andere Internet-Zusatzleistungen.
Der User ist damit in Sachen Internet nur noch
T-Online-Kunde und nicht mehr
zusätzlich
T-Com-Kunde. Voraussetzung für die Nutzung ist allerdings immer noch ein
Telefonanschluss der Telekom-Festnetzsparte
T-Com.
"Die DSL-Komplettvermarktung ist ein wichtiger strategischer Schritt für T-Online",
erklärt Rainer Beaujean, Vorstandsvorsitzender der T-Online International AG.
"Unsere Zielsetzung ist es, unsere sehr gute Position im stark wachsenden
Breitbandsegment weiter auszubauen." Die neuen Produkte würden zu einer Belebung
im DSL-Markt insgesamt führen und die Nachfrage nach Entertainment-Angeboten von
T-Online wie Video on Demand steigern. Beaujean erwartet durch die
DSL-Komplettvermarktung einen positiven Effekt auf die Geschäftsentwicklung der
Telekom-Tochter, beispielsweise durch die Steigerung des durchschnittlichen
Umsatzes pro Kunde.
Auch die reine Tarifwahl ist weiterhin möglich
Nach Auskunft der T-Online-Pressestelle ist es aber auch weiterhin möglich,
wie bisher lediglich den Internetzugang über den Provider zu bestellen. Der
Vorteil: eine kürzere Mindestvertragslaufzeit und größere Flexibilität bei der
Zugangswahl. Denn in den von T-Online vertriebenen Komplettpaketen müssen die
Kunden eine Mindestvertragslaufzeit von zwölf Monaten eingehen. Dazu kommt,
dass die Kunden mit einem Komplettpaket auch einen neuen DSL-Anschluss
beantragen müssen, wenn sie später mal den Provider wechseln wollen. Wer nur den
Internetzugang bei T-Online bucht, den DSL-Anschluss aber bei
der T-Com, akzeptiert
im DSL-Tarif eine Mindestlaufzeit von 20 Werktagen. Der
T-DSL-Anschluss kann nach Ablauf eines Monats bei der T-Com gekündigt
werden.
Anderes dagegen spricht für die neuen Komplettpakete von T-Online, die
auch auf der Homepage der
Festnetzsparte beworben werden: Hier können DSL-Einsteiger weiterhin die
Einrichtungskosten für den DSL-Anschluss sparen und subventionierte
DSL-Hardware bekommen - so wie es bei anderen Providern und Resellern auch
möglich ist. Wer den DSL-Anschluss wie bislang bei der T-Com bestellt, muss
dagegen das Einrichtungsentgelt von knapp 100 Euro zahlen. Die
Gemeinschaftsaktion der T-Com und von T-Online,
"Drei mal null Euro", ist nämlich zum Monatsende ausgelaufen. Die
Festnetzabteilung der Telekom bietet nur noch T-DSL-Starterpakete mit kostenloser
Hardware an.
Die Komplettpakete im Überblick
Die Komplettpakete von T-Online noch einmal im Überblick: Das monatlich
46,94 Euro teure "Komfort-Paket" richtet sich an DSL-Ein- und -Aufsteiger
und besteht aus einem
T-DSL 1000-Anschluss in Kombination
mit dem T-Online-Pauschalzugang
dsl flat und dem
WLAN-Router Sinus 1054 DSL. Hier erstattet
T-Online dem Neukunden in einer der folgenden Telefonrechnungen den
Einrichtungsbetrag. Wer dagegen den T-DSL 1000-Anschluss mit dem
Volumentarif dsl 1500 MB
oder dem Zeittarif
dsl surftime 30 für
insgesamt 26,94 Euro im Monat kombiniert, erhält zwar gratis das
DSL-Modem Teledat 301 LAN, muss dafür aber die knapp 100 Euro
für die Anschluss-Einrichtung entrichten.
Hinzu kommen drei weitere Pakete mit einem
T-DSL 2000-Anschluss, die je nach
Tarifwahl zwischen 29,94 Euro und 59,94 Euro pro Monat kosten. Hier
wird jeweils das Einrichtungsentgelt für den Anschluss mit einer der folgenden
Telefonrechnungen verrechnet. Wer mit der
schnellsten T-DSL-Anschlussvariante im
Netz surfen möchte, kann auf das Komplettpaket mit der
dsl flat 3000 und einem
WLAN-Router zurückgreifen. Auch hier bekommt der Kunde die 100 Euro für
die Anschluss-Einrichtung später wieder zurückerstattet.