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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Internet-Boom im Versandhandel: Zweites Umsatzminus in Folge31.01.2005
17:32 Rücksendekosten wollen Versender größtenteils weiter übernehmen
Der deutsche Versandhandel ist 2004 trotz
des Booms bei Internet-Bestellungen im zweiten Jahr in Folge nicht
gewachsen. Die Inlandsumsätze gingen um 3,4 Prozent auf 20,3 Milliarden
Euro zurück, teilte der Bundesverband des Deutschen
Versandhandels (bvh)
in Frankfurt mit. Im Vorjahr lag das
Minus bei 1,3 Prozent. Für 2005 rechnet der Verband mit einem
kleinen Umsatzplus von etwa 0,3 Prozent. "Ein Ergebnis plusminus
Null wäre schon ein Erfolg", sagte bvh-Präsident Rolf Schäfer. Eine
einheitliche Branchenkonjunktur gebe es längst nicht mehr.
Besonders schlecht liefen die Geschäfte bei den großen Versandhäusern (Bader, Baur, Klingel, Neckermann, Otto, Quelle und Schwab). Ihre Umsätze brachen um 8,8 Prozent auf etwa zehn Milliarden Euro ein. Neben der Krise bei KarstadtQuelle spielte vor allem die Kaufzurückhaltung bei Bekleidung eine Rolle. Diese Artikel gehören zu den Hauptumsatzträgern der Universalversender. Auch bei den Spezialversendern liefen Textilien nicht so gut. Insgesamt konnten die Fachhändler unter den Versendern das Jahr aber mit einem Umsatzplus von 1,8 Prozent auf rund zehn Milliarden Euro abschließen. Warenumsatz im Netz stieg um 36 ProzentBestellungen per Mausklick werden für den gesamten Versandhandel immer wichtiger. 2004 stieg der Warenumsatz bei Online-Händlern um 36 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Dazu trug vor allem das Weihnachtsgeschäft bei. "Noch nie zuvor wurden zu Weihnachten so viele Geschenke im Netz geordert", sagte Schäfer. Etwa ein Drittel des Online-Umsatzes wurde von Mitte November bis Heiligabend gemacht. Auch das Teleshopping erfreut sich wachsender Beliebtheit. Die TV-Versender konnten ihren Umsatz um 22,5 Prozent auf 980 Millionen Euro steigern. Die Milliardengrenze werde in diesem Jahr fallen. Rücksendung soll nicht in Rechnung gestellt werdenDie Versandhändler wollen ihren Kunden auch weiterhin die Kosten für eine Rücksendung nicht in Rechnung stellen. "Die Regel wird die kostenfreie Retoure bleiben", sagte Schäfer. "Die Zufriedenheit des Kunden hat für uns oberste Priorität." Seit Dezember steht es den Versandhändlern per Gesetz frei, die Kunden in bestimmten Fällen mit den Rücksendekosten zu belasten. Den Anteil der Kunden, die die Ware ohne ernsthafte Kaufabsicht zurückschicken, bezifferte Schäfer auf bis zu 20 Prozent. Von ihnen würden die Unternehmen möglicherweise Rückporto verlangen.
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dpa / Thorsten Neuhetzki
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