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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Schlag gegen Dialer-Anbieter in Ostwestfalen27.01.2005
16:38 25-Jähriger soll Schaden von 20 Millionen Euro verursacht haben
Ein 25 Jahre alter Mann aus Paderborn soll Internetnutzer
per unseriösem Dialer um mehr
als 20 Millionen Euro
geschädigt haben. Nach einem Bericht des
Westfalen-Blattes
sitzt der Mann seit
gestern in Untersuchungshaft. Auch sein 29-Jähriger Komplize wurde in Lettland
festgenommen.
Der Dialer, der auf unverdächtig wirkenden Seiten verstreut wurde, habe zunächst die Sicherheitseinstellungen des Computers verändert, dann unbemerkt eine kostenpflichtige 0190-Verbindung hergestellt und sich nach einiger Zeit selbst gelöscht, so Dr. Alexander Retemeyer, Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück. Die Computerbesitzer schöpften oftmals erst Verdacht, als die Telefonrechnung kam und pro Minute 1,86 Euro fällig wurden. Nach Informationnen des Westfalen-Blattes habe sich der Schaden in einzelnen Fällen auf bis zu 3 000 Euro summiert. Geld floss über Panama und USA wieder nach DeutschlandEinen Teil dieser Gebühren überwiesen Telefongesellschaften im Rahmen der regulären Abrechnung an die Inhaber der 0190-Nummern. Das Geld soll dabei nach Ermittlungen der Staatsanwalt an Briefkastenfirmen in Panama ("Central 24 Communications") und den USA ("Liquid Inc.") gegangen sein. Deren Präsidenten sind die beiden in Paderborn und Lettland festgenommenen Männer. "Allein eine deutsche Telefongesellschaft hat innerhalb von 15 Monaten 5,6 Millionen Euro an diese Firmen gezahlt", sagte Retemeyer der in Bielefeld erscheinenden Zeitung. Bei einem der Tatverdächtigen sei bei der Festnahme neben anderen Vermögenswerten auch ein Porsche sichergestellt worden. Nachdem in ganz Deutschland Strafanzeigen von Internetnutzern eingegangen waren, hatte die Staatsanwaltschaft Osnabrück das Verfahren wegen der besonderen Qualifikation eines Ermittlers übernommen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, noch mehrere Millionen Euro auf den Konten der Männer sicherstellen zu können. "Doch es wird schwierig werden, das Geld den Geschädigten zukommen zu lassen", wird Retemeyer weiter zitiert. Denn die müssten nachweisen, Opfer genau dieses illegalen Einwählprogramms geworden zu sein. Damit gelang der deutschen Justiz binnen einer Woche einn zweiter Schlag gegen mutmaßliche Betrüger, die per Telefon oder Dialer operieren. Erst vergangene Woche berichteten wir über eine Razzia bei der Hamburger Firma ATS, die nach einem simplen Telefonat hohe Rechnungen verschickte. Anzeige:
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