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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Telekommunikations-Trends 200518.01.2005
12:05 2 Milliarden Handyverträge und 10 Milliarden RFID-Tags bis Ende 2005
Dies ist die Kernaussage in den Prognosen der
Technology, Media & Telecommunications Group von Deloitte für 2005.
Frank M. Hülsberg, Partner Technology, Media and Telecommunications bei Deloitte: "Die rasante Entwicklung des Mobil- und Wireless-Marktes wird sich 2005 fortsetzen. Die Zahl der abgeschlossenen Verträge wird bis Jahresende bei fast 2 Milliarden und die Sättigungsquote in einigen Märkten über 100 Prozent liegen. Zu diesem Zeitpunkt werden außerdem Milliarden RFID-gekennzeichneter Waren in Umlauf gegangen sein. Damit erschließt sich für die Wireless-Industrie eine vielversprechende neue Einnahmequelle." "Festnetzbetreiber werden weiterhin von überlegener Sprachqualität und Zuverlässigkeit profitieren. Im Verlauf des Jahres wird sich das in Milliarden profitabler Gesprächsminuten niederschlagen. Die Betreiber geraten aber auch zunehmend unter Konkurrenzdruck durch Billiganbieter, Mobilfunk und Internet-Telefonie (VoIP). Der Höhenflug der Breitbandnetze setzt sich dank neuer, bandbreitenintensiver Anwendungen zwar fort, doch die Gewinnmargen in diesem Bereich sind deutlich rückläufig. Bei Wireless-Technologien ist ein ähnlicher Trend zu beobachten. Hier bringen WiFi-Hotspots und WiMAX mehr Schlagzeilen als Geld ein. Der künftige Erfolg der Branche hängt von einer Belebung der Nachfrage nach Festnetzverbindungen ab und zwar durch Bündelung von Sprach-, Daten und anderen Diensten, komfortablere und technisch vielseitigere Telefone und die schnellere Glasfaseranbindung von Privathaushalten (Fiber-to-the-Home, FTTH). Deloitte nennt als wichtigste Trends:
Bis Ende 2005 wird die Zahl der Handy-Verträge weltweit bei fast 2 Milliarden liegen. In den Entwicklungsländern Asiens und Lateinamerikas sind Mobiltelefone sowohl Fortschritt fördernde Technologien als auch Statussymbol. Dort werden voraussichtlich besonders hohe Zuwachsraten zu verzeichnen sein. Größter Umsatz- und Gewinnträger sind weiterhin die Sprachdienste, deren Anteil am Gesamtumsatz im Durchschnitt über 80 Prozent beträgt. Die Gesprächsvolumen werden dank einfacherer Bedienung und fallender Preise stetig zunehmen. Einige Märkte werden bereits 2005 eine Sättigung von über 100 Prozent erreichen, da immer mehr Kunden Zweitverträge für Datendienste oder private Zwecke abschließen. Auf diese Entwicklung reagieren die Anbieter mit neuen Services wie automatische Umleitung, mehrere Voicemail-Accounts und separate Abrechnung. Mit mobilen Inhalten lässt sich auch 2005 vor allem bei der Gerätepersonalisierung Geld verdienen: Die Attraktivität von Klingeltönen, Real Tones, Wallpapers und einfachen Spielen bleibt ungebrochen.
Auch 2005 werden die meisten Gespräche über das öffentliche Telefonvermittlungsnetz geführt. Wer Wert auf besonders hohe Sprachqualität und Zuverlässigkeit legt, kommt am Festnetz nicht vorbei. Der Konkurrenzdruck durch preiswertere Mobil- und VoIP-Anbieter wird jedoch zu sinkenden Preisen und schrumpfenden Gewinnmargen führen. Festnetzbetreiber sollten sich darauf konzentrieren, ihre Stärken zu vermarkten und in neue Gerätefunktionen wie Speicherwahl, Textmeldungen und Telefonkonferenz zu investieren. Dies bringt höhere Gesprächsvolumen. VoIP bleibt zwar ein Nischenprodukt, gewinnt aber im Privat- und Unternehmenssektor deutliche Marktanteile hinzu. Limitierender Faktor sind Qualitäts-, Konsistenz- und Zuverlässigkeitsdefizite, die VoIP ein nicht ganz positives Image eingebracht haben. In Unternehmen liegen die Kostenersparnisse zudem oft unter den Erwartungen. Viele Unternehmen werden sich für eine mehrgleisige Lösung entscheiden, das heißt VoIP für die interne Kommunikation verwenden und bei Gesprächen nach außen weiterhin auf das Festnetz setzen. Das Breitband setzt seinen Siegeszug fort: In vielen Ländern wird es 2005 erstmals mehr Breitband- als Wählverbindungen geben. Allerdings geht auch der Preisverfall weiter, mit den üblichen Folgen - stärkere Kundenfluktuation, höhere Kosten für Kundengewinnung und -bindung, deutlich rückläufige Gewinne. PC-Anwendungen stehen weiterhin im Mittelpunkt. Das verringert den wahrgenommenen Wert eines Breitbandanschlusses. 2005 werden zwar mehr Breitband-Anwendungen wie beispielsweise Videotelefonie, Spielekonsolen mit Internet-Anschluss und Sicherheitslösungen, auf den Markt kommen, von den Betreibern werden sie jedoch eher zögerlich vermarktet.
RFID wird 2005 endlich den Sprung aus den Forschungslaboren in den kommerziellen Markt schaffen. Der Einfluss großer Einzelhandelsketten, Rüstungsunternehmen, Automobilhersteller und anderer Interessensgruppen, die ihre Lieferanten zum Einsatz von RFID drängen, wird zu einer wesentlich stärkeren Verbreitung dieser Technologie führen. Waren 2004 noch so gut wie keine Waren RFID-gekennzeichnet, werden bis Ende 2005 voraussichtlich 10 Milliarden so genannter RFID-Tags in Umlauf gegangen sein. RFID ist nicht nur ein Ersatz für Barcodes, sondern eine Transformationstechnologie mit einer Reihe potenzieller Vorteile: weniger Verluste und Diebstahl, einfachere Bestandsführung, rationalisierte Logistik und höhere Produktivität. Die Erfassung, Zuordnung und Darstellung der RFID-Daten erfordert entsprechende Hardware (Beispiel Lesegeräte) sowie Software- und Servicelösungen. Den Löwenanteil dieses Marktes wird sich die IT-Industrie sichern. RFID-Anwendungen kommen auch im Gesundheitswesen (Patientenverwaltung), in der Bauindustrie (Projekt- und Gerätemanagement) sowie im Transport (Gepäck- und Passagierverfolgung auf Flughäfen) zum Einsatz. Gordon Hölsken
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