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CeBIT-Preview: Arcor zeigt Videotelefonie

18.01.2005
13:58

Lange angekündigter VoIP-Service Arcor@Call soll nun endlich kommen


Arcor@Call künftig auch mit Videotelefonie
Der Festnetzanschluss zum Mitnehmen wird bei Arcor endlich auch für Privatkunden Realität. Mit der Arcor@Call genannten Lösung können die Kunden von zu Hause und von unterwegs über das Internet via VoIP telefonieren. Voraussetzung dafür ist, dass der Kunde über einen Breitbandinternetzugang, beispielsweise über DSL oder per Wireless LAN (WLAN) verfügt. Außerdem ist ein PC oder Laptop mit Internetzugang und der speziellen Arcor-Telefonie-Software nötig. Kernstück des neuen IP-Telefondienstes soll Videotelefonie werden. Der Alternativanbieter will die Videotelefonie ohne Aufpreis gegenüber den Sprachtelefonaten anbieten, konkrete Tarife sowie Preise und Spezifikationen der Hardware will Arcor aber erst auf der CeBIT bekannt geben.

"Wir glauben, dass Videotelefonie die Zukunftsanwendung im Breitbandbereich sein wird und dass die Bildtelefonie jetzt vor dem Durchbruch steht", sagte Robert Hoffmann, Bereichsleiter Produktmanagement, auf der heutigen CeBIT-Preview in Hamburg. Wichtig sei, dass der neue Dienst so leicht zu bedienen ist wie das Telefonieren mit herkömmlichen Festnetz-Telefonen. Den Software-Client für den Laptop beispielsweise, den die Kunden mitgeliefert bekommen, ist per Plug&Play installierbar und basiert auf dem Standardprotokoll SIP basiert. Ein Test während der CeBIT-Preview mit Datenübertragungsraten von symmetrischen 512 kBit/s zeigte ein ruckelfreies Bild und es gab auch keine Sprachaussetzer. Insgesamt reichte die Sprachqualität fast an die von Festnetztelefonie heran. Die Videotelefonie kann jederzeit - auch während des Gesprächs - zu- und abgeschaltet werden.

Videotelefonie auch ohne PC nutzbar

Der Dienst soll mit verschiedenen Endgeräten nutzbar sein: Neben einem PC oder einem Laptop soll es auch andere Endgeräte mit Bildschirm und Kamera geben. Mehrere schnurgebundene Telefone, die über LAN an das Internet angeschlossen sind, konnte Arcor bereits zeigen, schnurlose Geräte sollen schon bald folgen. "Zurzeit führen wir Gespräche mit zwölf Herstellern", verriet Hoffmann. Zur CeBIT in Hannover sollen hoffentlich schon weitere moderne Videophones vorgestellt werden können, auf jeden Fall sollen dann schnurgebundene Geräte erhältlich sein. Hoffmann macht den Erfolg des Gesamtprodukts abhängig davon, wie schnell die Hersteller entsprechende Endgeräte anbieten können. Mit welchen Lieferanten Arcor Verhandlungen führt und wie teuer die Geräte sein werden, wollte Hoffmann noch nicht verraten.

Der Unterschied zu anderen VoIP-Diensten ist die eigene geografische Festnetzrufnummer. Diese soll der Kunden den bisherigen Überlegungen zufolge zusätzlich zu den bisher verteilten drei ISDN-Rufnummern erhalten. Unter dieser Nummer ist der Kunde mobil immer dann erreichbar, wenn er über das Internet im Arcor-Telefonserver eingeloggt ist. Diese Nummer wird ebenso im Falle abgehender Gespräche beim Gesprächspartner angezeigt, der dann nicht ermitteln kann, ob der Absender des Gesprächs zu Hause oder gerade mobil in New York, Sydney oder Tokio unterwegs ist. Dort, wo der Nutzer sich einloggt, klingelt auch seine Telefonie-Software oder sein IP-Telefon. Das klassische ISDN-Telefon ist nicht über VoIP erreichbar. Schwierigkeiten mit der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) wegen der Vergabe von geografischen Rufnummern erwartet Hoffmann nicht. Schließlich werden geografische Rufnummern zu geografischen Anschlüssen verteilt, wo der Kunde schließlich tatsächlich telefoniere, sei nicht relevant. Der Nachteil: Zieht der Kunde in einen anderen Ort, muss er einen neuen Anschluss beantragen und erhält somit auch neue Rufnummern.

Telefongespräche mit Begleitbild künftig auch in andere Netze

Reine Internet-Telefonate werden kostenfrei sein, ebenso Gespräche ins Arcor-Netz. Videotelefonie ist zurzeit lediglich bei VoIP-Gesprächen sowie bei Telefonaten ins Arcor-Netz möglich. Anders sei zurzeit die Synchronisation von Ton und Bild nicht möglich. Allerdings soll den Vorstellungen Hoffmanns zufolge bald auch Videotelefonie in andere Netze, beispielsweise in das der T-Com, möglich sein.

Arcor integriert den mobilen Festnetzanschluss in den bereits bekannten Personal Internet Assistant, kurz PIA. PIA ist eine komplette Unified-Messaging-Lösung. So werden über die Plattform beispielsweise eingehende Faxe oder Sprachnachrichten in Abwesenheit als Mail weitergeleitet, ebenso ist eine mobile Adressbuchlösung auf einem von überall verfügbaren Server hinterlegt. Videotelefonie über Arcor@Call steht auch für Geschäftskunden bereit, das VoIP-Angebot können Geschäftskunden bereits seit mehreren Monaten nutzen.

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Betreff Autor Datum
RE: Definition von »Mobil« Hund 15.04.05 15:30
RE: Voice Flatrate teufel2k 19.01.05 15:32
RE: Bildtelefonate beccon 19.01.05 00:12
RE: Voice Flatrate klaussc 18.01.05 19:10
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre