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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 23.05.2012 |
Viele offene Fragen zu den 032-Rufnummern23.12.2004
15:53 VoIP-Anbieter kritisieren Haltung der T-ComInhaltsverzeichnis:1. Befürchtung: Hohe Routing-Kosten und langsame Umsetzung2. Bei 032-Rufnummern wird die Carrier Selection angewandt
Die Anbieter von Internet-Telefonie sind in Sorge: Nachdem
die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
(RegTP) die
Regeln für Zuteilung von nationalen Teilnehmerrufnummern
(NTR) vorgelegt hat, können die VoIP-Anbieter seit dem 24. November die Anträge
für Nummern mit der Vorwahl 032 abgeben. Im Januar
will die Behörde die Rufnummern dann zuteilen. Die VoIP-Anbieter befürchten in Zukunft
hohe Kosten für das Routing sowie zeitlichen Verzögerungen bei der Umsetzung der
Netztechnik und Nummernverwaltung durch die klassischen Telefongesellschaften.
nächste Seite: Bei 032-Rufnummern wird die Carrier Selection angewandt
Bei der Umsetzung kommt es vor allem auf den Marktführer Deutsche Telekom an: sipgate-Geschäftsführer Tim Mois kritisiert, dass die vom Regulierer für die Internet-Telefonie geschaffene Rufnummerngasse mit der Vorwahl 032 nach derzeitigen Stand nicht genutzt werden könne, da die Telekom - als Marktführer die wichtigste Telefongesellschaft - nichts zur Durchleitung der Gespräche unternehme. "Die Haltung der Telekom lässt nicht auf eine schnelle Umsetzung schließen", moniert Mois. "Noch gab es dazu keine konkrete Aussage der Telekom." So rechnet er erst Ende des kommenden Jahres mit dem Schalten der Rufnummernblöcke im Telekom-Netz. T-Com weist den Vorwurf der Wettbewerbs-Behinderung von sichDie Telekom, die zwar zögerlich auf die Technik reagierte, will nun selber ein entsprechendes Angebot auf den Markt bringen. Den Vorwurf, die Umsetzung zu verschleppen, weist T-Com-Pressesprecher Wilfried Seibel zurück: "Wir tun alles für eine entsprechende Umsetzung und behindern nicht den Wettbewerb", sagt er. Allerdings könne der Bonner Konzern den Zeitrahmen für die Umsetzung aufgrund der Komplexität des Themas nicht näher eingrenzen. "Da stehen zu viele Dinge an, die nicht in unserem Ermessen liegen", so Seibel weiter. Dazu gehöre unter anderem auch, wie das Zusammenspiel der Wettbewerber vertraglich geregelt werden soll. Weiterer Kritikpunkt von sipgate: Auch die Kosten für das Routing sind ungeklärt. Den klassischen Telefongesellschaften steht es frei, den Preis zu der Rufnummerngasse 032 anders als reguläre Orts- oder Ferngespräche zu berechnen. Internet-Telefonie-Anbieter wie sipgate weisen darauf hin, dass eine eigene Vorwahl sich als Reinfall entpuppen könnte. Für die Durchleitung könnten Preise verlangt werden, die den Telefonierern via Internet jeden Spaß an der neuen Technik verderben. "Die Kunden wollen ihre alten Telefonnummern zum neuen Anbieter mitnehmen. Das wäre verbraucherfreundlich und es würde auch kein Nummern-Engpass entstehen", sagt Thilo Salmon von sipgate. RegTP-Pressesprecher Rudolf Boll gibt allerdings zu bedenken, dass sich die Telefongesellschaften überlegen sollten, ob eine abweichende Tarifierung wirklich in ihrem Sinn sei.
Nicht sicher sind sich die Unternehmen, ob ihre Kunden die 032-Vorwahl auch
annehmen werden, denn schließlich sind sie noch die Ortsvorwahl gewohnt. Und diese
Ortsgebundenheit will die RegTP ja auch stärken. Deshalb muss nicht jeder Nutzer,
der über das Internet auch telefonisch erreichbar sein will, künftig eine
032-Rufnummer wählen. Die Anbieter vergeben auch weiterhin Rufnummern mit
Ortsvorwahlen. Allerdings gilt dann das Prinzip der Ortsgebundenheit.
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