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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
o2 schränkt WAP-Flatrate ein22.12.2004
18:34 Nutzung mit vielen Browsern nicht mehr möglich
Seit gut einem Jahr bietet o2 als erster und bisher einziger
deutscher Mobilfunk-Netzbetreiber eine WAP-Flatrate
an. Damit ist es möglich, für eine monatliche Pauschale von 4,95 Euro nicht
nur im o2 Active-Portal, sondern auch auf
portal-unabhängigen WAP-Seiten zu surfen. Seit Ende
2003 kommen verstärkt Handys auf den Markt, die neben dem WAP 1.x-Standard
auch das neue WAP 2.0 unterstützen. Hier sind
die Grenzen zum "richtigen" Internet fließend. Findige Handyfans fanden schnell
heraus, dass es mit den WAP 2.0-Handys nicht nur möglich war, originäre
WAP-Seiten zu besuchen. Auch "echte" Internet-Homepages sind zu erreichen.
Mit vielen in den Handys eingebauten Browsern macht das Surfen im World Wide Web allerdings keinen richtigen Spaß. Die Browser sind nicht für die großen Datenmengen aus dem Netz vorbereitet, so dass der Seitenaufbau sehr langsam ist. Kein Problem für technisch interessierte Flatrate-Nutzer: Bei vielen Handys lässt sich heu zu Tage auch zusätzliche Software nachinstallieren. Nokia lieferte z.B. beim 6600 mit Opera sogar in dem meisten Fällen einen Zusatz-Browser mit, mit dem man sehr bequem über den WAP-Zugang auch im Internet surfen kann. Ob dies rechtens oder Missbrauch der Flatrate ist, sei dahingestellt. o2 verfolgt MissbrauchAllerdings zog o2 schon vor einigen Monaten bei Nutzern mit ungewöhnlich hohem Datenverbrauch die Notbremse. Nach einem dezenten Hinweis per SMS, die WAP-Flatrate doch bitte nur dafür zu verwenden, wozu sie gedacht ist - nämlich zum Surfen auf WAP-Seiten - flatterte unverbesserlichen Internet-Surfern irgendwann recht hohe Rechnungen ins Haus: o2 berechnete das im Internet übertragene Datenvolumen nach. Vor knapp zwei Wochen hat der Netzbetreiber schließlich für WAP-Kunden, die externe Browser nutzen, den Stecker gezogen. Mit Programmen wie Netfront und Opera kann die WAP-Flatrate nun nicht mehr genutzt werden. In den meisten Fällen sind die Kunden nun wieder auf die im Handy standardmäßig installierten Browser beschränkt. Viele Browser abgeschaltetDie o2-Pressestelle erklärte hierzu auf Anfrage von teltarif: "Das Surf & E-Mail-Pack ist für die Nutzung von WAP-Inhalten per WAP-Browser gedacht. Browser, die für die Darstellung von Web-Inhalten spezialisiert sind, können nicht mit der Flatrate eingesetzt werden. Um den günstigen Preis des Packs aufrecht halten zu können, mussten entsprechende Schutzmaßnahmen implementiert werden." So verständlich Schutzmaßnahmen seitens des Netzbetreibers auch sind, so wenig sind diese an dieser Stelle nachvollziehbar, denn auch mit den Original-Browsern vieler Handys und PDAs sind Internet-Seiten zusätzlich zu den WAP-Inhalten darstellbar. Allerdings hat der Pocket Internet Explorer im o2 xda2 beispielsweise den Nachteil, dass er im Gegensatz zu Netfront nicht einmal alle Seiten innerhalb des Active-Portals anzeigen kann. Ebenso merkwürdig ist, dass z.B. auch der Winwap-Browser für Pocket-PCs nicht mehr nutzbar ist. Hierbei handelt es sich um einen reinen WAP 1.x-Browser, der garantiert keine Internet-Seiten darstellen kann. Andere WAP 1.x-Browser wie Klondike und EzWAP funktionieren weiterhin, wobei ExWAP nicht auf allen aktuellen PDAs geht. Bald wirksamer Schutz gegen Flatrate-Missbrauch?Bleibt zu hoffen, dass es zu keinen weiteren Einschränkungen für ehrliche Nutzer kommt, o2 aber wirklich für einen wirksamen Schutz gegen Missbrauch sorgt, so dass der auf dem deutschen Mobilfunkmarkt nach wie vor einmalige Tarif weiter erhalten bleiben kann. T-Mobile und E-Plus bieten keinerlei Pauschaltarife für ihre WAP-Angebote an, bei Vodafone ist die Flatrate auf das live!!-Portal beschränkt. Der Zugriff auf externe Seiten wird separat abgerechnet. Anzeige:
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