Datensätze

telegate will Telekom auf Rückzahlung von Gebühren verklagen

Kosten für Datensätze seien überhöht gewesen
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Deutschlands zweitgrößte Telefonauskunft telegate will die Deutsche Telekom auf die Rückzahlung von Gebühren verklagen. Im Laufe dieses Monats werde telegate daher beim Landgericht Köln Klage gegen den Bonner Konzern einreichen, sagte eine Unternehmenssprecherin in München. Telegate verlangt rückwirkend 70 Millionen Euro plus Zinsen. Außerdem würden weitergehende Schadenersatzansprüche geprüft. "Eventuell ergibt sich daraus zusätzlich eine Schadenersatzklage", sagte die Sprecherin.

Die Gesellschaft wirft der Telekom vor, in den Jahren seit 1996 deutlich überhöhte Gebühren für die Bereitstellung von Teilnehmerdaten kassiert zu haben. Das Münchner Unternehmen bezeichnet die Tarife der Telekom seit Jahren als überzogen und strengte wiederholt Klagen gegen den Marktführer an.

Bei dem neuerlichen Vorstoß sieht sich telegate durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs gestärkt. Demnach müssten die Kosten für den einzelnen Datensatz deutlich reduziert werden, sagte die Sprecherin. Je Abfrage von Kundendaten überweist Telegate neun Cent an die Telekom. "Wir gehen nun von 0,2 Cent je Datensatz aus."