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Firefox für mehr Freiheit02.12.2004
14:10 Der neue Browser gehört niemandem, alle können mitwirkenInhaltsverzeichnis:1. Ganzseitige Werbeanzeige im Wirtschaftsteil der FAZ2. Microsoft begrüßt den Wettbewerb auf dem Browser-Markt
Mit einer ganzseitigen Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
(FAZ) haben Entwickler und Nutzer
des Internet-Browsers Firefox für den Konkurrenten des
Internet Explorers von Microsoft
geworben. "Hunderte von Programmierern entwickeln gemeinsam einen revolutionären
Internet-Browser", heißt es in der im FAZ-Wirtschaftsteil veröffentlichten Anzeige.
"Sie arbeiten ehrenamtlich und schenken ihn der ganzen Welt. Daraufhin finanzieren
2 403 Menschen und Unternehmen diese Anzeige, um Ihnen mitzuteilen:
Firefox 1.0 ist da."
nächste Seite: Microsoft begrüßt den Wettbewerb auf dem Browser-Markt
Mit einer ähnlichen Aktion hatte die Mozilla-Stiftung auch in der New York Times für das Navigationsprogramm geworben. Mit dem Non-Profit-Browser, der in der Branche als deutlich sicherer und benutzerfreundlicher gilt, hat der in das Windows-Betriebssystem integrierte Quasi-Monopolist von Microsoft offenbar ernst zu nehmende Konkurrenz erhalten. Die im vergangenen Monat veröffentlichte Version 1.0 wurde bereits mehrere Millionen Mal heruntergeladen. Das Besondere an Firefox: Der Programmcode gehört keiner Firma, ist "Open Source". Jeder, der etwas zur Verbesserung von Firefox beitragen will, kann das tun. Zudem ist Firefox kostenlos verfügbar. Durch die vielen Erweiterungen für Firefox, die sich jeder zusätzlich installieren kann, lässt sich die Software den eigenen Bedürfnissen anpassen. Firefox jagt dem Internet Explorer Marktanteile abNach Angaben des niederländischen Branchendienstes OneStat.com musste der Internet Explorer dadurch erstmals wieder Rückgänge bei den Marktanteilen hinnehmen und fiel seit Juni von 95,5 Prozent Marktanteil auf unter 89 Prozent. "Der Marktanteil von Firefox wächst rapide", sagt Niels Brinkman, Mitgründer des Amsterdamer Internet-Marktforschers. Er rechne damit, dass sich Firefox weiterhin rasant verbreiten wird. Zurzeit ist aber immer noch der Internet Explorer das mit Abstand am meisten verbreitete Surfprogramm. Experten verweisen zur Begründung für den Marktanteils-Einbruch vor allem auf Sicherheitslücken des Marktführers, bei dem zuletzt immer wieder offene Einfallstore für Viren und Würmer auftauchten. Erst gestern hatte Microsoft wieder eine Sicherheitswarnung veröffentlicht.
Doch mit der zunehmenden Verbreitung von Firefox, könnte auch dieser Browser
Ziel von Virenverschickern werden. Dennoch sei ein wesentlicher Sicherheitsaspekt
von Firefox, dass der Quellcode frei verfügbar ist, sagt Holger Bleich, Redakteur
bei der Computerfachzeitschrift c't.
"Beim Internet Explorer gibt es nur eine Instanz, die in der Lage ist,
Sicherheitslücken zu kitten." Die Firefox-Gemeinde diskutiere hingegen offen über die
Sicherheitslücken. Für die Entdeckung von Viren-Schlupflöchern zahlt die
Firefox-Gemeinde, finanziert durch Spenden, 500 Dollar an jeden Finder.
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Anzeige:
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