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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Spionage-Wurm "Bofra" versteckt sich in Bannerwerbung26.11.2004
14:13 Experten sprechen von einer neuen Qualität
Nach dem Auftauchen des Spionage-Internetwurms
"Bofra" befürchten Experten die Ausbreitung einer neuen Qualität von
Schädlingen im weltweiten Datennetz. "Den Schwelbrand durch 'Bofra'
beobachten wir schon seit rund drei Wochen", sagte der Karlsruher
Virenexperte Christoph Fischer. Der Schädling
verbreitet sich über Bannerwerbung und spioniert dann gezielt das
Nutzerverhalten der Befallenen aus. Unterdessen hat auch die
Marktforschung Gartner
die Befürchtung geäußert, dass Attacken
solchen Typs künftig deutlich zunehmen werden.
"Bofra" befällt derzeit vorzugsweise europäische Websites unter anderem in Großbritannien, Schweden und den Niederlanden. Der Wurm macht sich gleich zwei Sicherheitslücken zunutze, die er sowohl im Internet Explorer 6.0 als auch in der Software Apache findet, die auf Webservern eingesetzt wird. Allerdings sind zumindest jene Nutzer geschützt, die Microsofts jüngstes Sicherheits-Update Service Pack 2 installiert haben, sagte Thomas Baumgärtner von Microsoft. Für eine Infektion müsse der Nutzer nicht einmal eine infizierte Bannerwerbung anklicken, erklärte Fischer. Es reiche aus, dass man eine entsprechende Website aufruft, und das schädliche Programm könne starten. Diskussion im Microsoft-Sicherheit erneut entfachtUnterdessen hat das Auftreten des neuen Schädlings erneut eine Diskussion um die Sicherheit von Microsoft-Produkten wie dem Internet Explorer und dem Betriebssystem Windows entfacht. "Wegen ihrer hohen Marktdichte werden unsere Produkte natürlich häufiger angegriffen", sagte Baumgärtner. Wer einen Virus programmiert, wolle natürlich den größtmöglichen Erfolg haben. Durch einen Wechsel der genutzten Software entstehe aber nur ein scheinbares Sicherheitsgefühl, das so lange hält, bis diese Software ähnliche Marktanteile erreicht. Warnungen seien jedoch durchaus berechtigt, meinte Fischer. "Die Bauern wissen seit hundert Jahren, dass Monokulturen brandgefährlich sind." dpa / Thorsten Neuhetzki
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