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Mini-Beamer für Mobiltelefone15.11.2004
12:50 Mit dem Handy Bilder an die Wand projizieren
Mit den aktuellen Mobiltelefonen und PDAs können Nutzer Bilder und kurze Videos herunterladen und auf ihren Geräten ansehen. Aber ein Augenschmaus ist das bisher nicht. Nicht nur die Übertragungsraten sind noch zu gering, auch die Displays sind noch zu klein. Einen Ausweg könnten Mini-Projektoren bieten. Wie die Welt am Sonntag (WAMS) berichtet, stellen jetzt einige Anbieter bereits kleine Beamer vor, die in Gehäuse von Handys oder Organizern passen. Die Bilddaten kommen wie bisher über Mobilfunk-Datendienste auf dem Gerät an. Mit dem Beamer können die hochaufgelösten Bilddaten auf eine Wand projiziert werden.
Die neuen Systeme benutzen keine schweren Linsen, sondern Leuchtdioden oder Laser. Forscher von Mitsubishi und Lumileds Lighting haben sich für Leuchtdioden entschieden. Damit erreichen sie inzwischen eine Projektionsfläche von der Größe eines modernen Laptop-Displays. Der Prototyp soll für den Einsatz in Handys prizipiell geeignet sein, noch ist er aber zu groß. Die Forscher planen, das Modul noch auf Kreditkartengröße "einzuschrumpfen". Zweidimesionale HolographienDie Techniker von Light-Blue-Optics aus England arbeiten mit Lasern. Die Forscher schicken das Licht durch kleine Öffnungen, die Zerstreuung reicht auch ohne Linsen für eine scharfe Darstellung. Die Darstellung an sich wird durch eine zweidimensionale Holographie erreicht. Hologramme haben den Vorteil, dass sie wenig Platz beanspruchen. Bisher scheiterte diese Technologie an der Komplexität der Hologramme, die nicht schnell genug in ausreichender Qualität generiert werden konnten. Den Durchbruch brachte eine von der "Photonics and Sensors Group" der Universität Cambridge entwickelte Ein-Chip-Lösung. Sie soll Hunderte von hochqualitativen Hologrammmen pro Sekunde generieren können. Das jüngste Beamer-Modell von Light-Blue-Optics soll Standard-Videosignale in ein hochauflösendes 2D-Holographievideo übertragen können - und das in Echtzeit. Die Firma will in den nächsten zwei bis vier Jahren einen ersten "persönlichen Videoprojektor" auf den Markt bringen. Rotierender Spiegel spart EnergieAuch Wissenschaftler des Bostoner MIT arbeiten an Mini-Projektoren. Sie haben bewegliche Laser in einer Reihe angeordnet. Das Laserlicht durchdringt eine Linse, die auf der einen Seite eben, auf der anderen gewölbt ist. Die Strahlen werden von einem rotierenden Spiegel reflektiert. Der Prototyp vom MIT erreicht eine Auflösung von 200 Pixeln bei 150 Zeilen. Vorteil: Der Motor für den Spiegel braucht nur wenig Strom, lediglich 20 Milliampere bei fünf Volt Spannung sollen ausreichen. Das bisher größte Problem für die Techniker ist der hohe Energieverbrauch von Projektoren. Deshalb werden die ersten Mini-Beamer nicht zuerst in Handys, sondern in Laptops eingebaut zu werden, die mehr Platz bieten und ausreichend Energie liefern. Die kleinen Projektoren könnten beispielsweise auch Straßenpläne auf die Windschutzscheibe eines Autos projizieren. In Verbindung mit einer Digitalkamera könnten die Nutzer ihre gerade aufgenommenen Fotos in hoher Auflösung ansehen. Später sollen auch DVD-Player angeschlossen werden können, um mit dem Projektor-Handy Spielfilme in TV-Qualität abzuspielen. Anzeige:
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