PortableDSL

Airdata: Der mobile DSL-Zugang im teltarif-Test

portableDSL konnte im Test bei der Geschwindigkeit nicht überzeugen
AAA

Seit kurzem bietet Airdata in Zusammenarbeit mit DNS:NET [Link entfernt] in Berlin-Mitte einen mobilen DSL-Anschluss an. Die Breitbandverbindung wird nicht, wie bei DSL üblich, über eine Kupferleitung realisiert, sondern per Funk. Dabei sollen Datenraten einer 1 MBit/s-DSL-Leitung erreicht werden. teltarif hat das Produkt in den letzten Tagen getestet und dabei festgestellt, dass der Anschluss zwar funktioniert, aber noch Kinderkrankheiten im System sind.

Seit kurzem bietet Die Antenne, die Airdata im September auf dem Hochhaus-Hotel Park Inn direkt am Berliner Fernsehturm Alex aufgebaut hat, hat nach Angaben des Betreibers je nach lokalen Gegebenheiten eine Reichweite von einem bis drei Kilometer. In diesem Radius - rund um den Alex - soll der DSL-Anschluss also nutzbar sein.

Die Inbetriebnahme unseres Testzugangs auf dem Vorplatz des Fernsehturmes klappte ohne Probleme. Das Funkmodem, das für 149 Euro von Airdata erworben werden kann, buchte sich nach nur wenigen Sekunden in das Funknetz ein. Dass das Netz gefunden wurde, zeigt das zwei Zigarettenschachteln große Gerät durch Leuchtdioden an der Seite an. Blinken diese, gibt es kein Netz oder der Einbuchvorgang läuft. Leuchtet diese Lampe permanent, hat sich das Gerät eingebucht.

Problemlose Installation ohne Treiber und Software

Der nächste Schritt bei der Inbetriebnahme von PortableDSL ist die Verbindung des Gerätes mit dem Laptop. Dieses erfolgt über ein mitgeliefertes spezielles Netzwerkkabel. Das Gerät arbeitet wie ein DSL-Modem, daher ist keine Treiberinstallation notwendig. Die Einwahl über das DFÜ-Netzwerk erfolgte im Test umgehend und die Verbindung zu DNS:NET, dem Internetprovider für den PortableDSL-Zugang, und damit auch die Verbindung zum Internet stand.

In einem Geschwindigkeitstest enttäuschte der Dienst jedoch. Zwar war der Zugang deutlich schneller, als man es von einem GSM- oder ISDN-Anschluss gewohnt ist, allerdings konnte er im Test nicht mit den Übertragungsraten eines DSL-Anschlusses mithalten. Wir erreichten lediglich Downloadraten in Höhe von 18 bis 33 kB pro Sekunde, was 140 bis 260 kBit/s entspricht. Entsprechende Werte stellten wir auch schon bei der Präsentation von PortableDSL fest. Hier hieß es, dass die Anbindung der Basisstation an den DNS:NET-Backbone noch nicht optimal sei und dieses noch verbessert würde. Die Testergebnisse für PortableDSL liegen deutlich unter UMTS-Niveau. Bei früheren Tests erreichten wir bereits mehr als 300 kBit/s.

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