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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Wird Spam zur neuen Plage für VoIP-Telefonierer?25.09.2004
17:24 Software-Firmen arbeiten an Anti-Spam-Filtern
Nach Spam und Spim - das ist Spam, der über den
Instant Messenger verbreitet wird - droht Internetnutzern vielleicht bald
eine weitere Plage: Spit. Der Kurzbegriff steht für "Spam over Internet Telephony"
und bezeichnet unerwünschte Werbeanrufe auf
Internet-Telefon-Anschlüsse. Nach Auffassung des
amerikanischen Software-Unternehmens
Qovia Inc. mit Sitz in
Frederick, Maryland, könnte die VoIP-Technologie Spammer anziehen, da sie relativ
günstig ist. Qovia hat jetzt zwei Patentanträge für Produkte eingereicht, die
Spam über VoIP blockieren sollen.
Da VoIP Internet-Protokolle zum Datenversand nutzt, könnten eine bestimmte Nachricht ohne große Umstände an Tausende von Empfängern gerichtet werden, gibt Qovia zu bedenken. Bei einem Simulationstest des Unternehmens habe der Computer 1 000 Nachrichten pro Minute über die VoIP-Technologie verschickt. Noch sei kein entsprechender Fall aufgetreten, sagt Winn Schwartau, Sicherheitsberater von InterPact in Seminole, Florida, aber seiner Ansicht nach könnten die Voicemail-Boxes der Internet-Telefonierer schon bald genauso zugemüllt sein wie die E-Mail-Posteingänge. Spam-Filter, wie sie Firmen zum Schutz ihrer E-Mail-Postfächer und gegen Denial of Service-Attacken nutzen, seien nur schwer im Internet-Telefonie-Bereich zu implementieren, gibt Qovia zu bedenken. Es sei kompliziert, Algorithmen zu erstellen, die bestimmte Worte oder Wortgruppen aussortieren, da die Aussprache so unterschiedlich sein kann. Die Lösungen, die das Unternehmen vorschlägt, sind ein Filter, der alle Spit-verdächtigen anhand anderer Merkmale - wie etwa der Länge der Nachricht oder der Anrufquelle - löscht, sowie eine White List-Lösung: Anrufer, die nicht auf der Liste registriert sind, würden so blockiert werden. Auch wenn der VoIP-Spam noch keine reale Gefahr darstellt, so klagen in den Vereinigten Staaten schon viele Internet-Telefonierer über belästigende Werbeanrufe auf ihren VoIP-Anschluss durch Direkt-Marketing-Firmen. Auf Grund dieser stärker werdenden Belästigung hatte bereits im April die PAN AMP AG einen Voice-over-IP-Spamfilter entwickelt und bei einem namentlich nicht genannten Telekommunikationsanbieter installiert. Durch den Einsatz dieses Filters werden Werbebotschaften bereits vor ihrer Vermittlung in IP-Telefonie-basierte Netze herausgefiltert. Anzeige:
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