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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Kartellamt will Kabelnetzfusion nicht genehmigen (aktualisiert)23.08.2004
15:21 Endgültiger Beschluss muss bis 7. Oktober fallen
Das Bundeskartellamt will die geplante Fusion
auf dem deutschen Kabelmarkt in der bislang geplanten Form nicht genehmigen.
Das teilte ein Sprecher des Marktführers
Kabel Deutschland heute in München mit.
Für sein Vorhaben, die drei kleineren Mitbewerber Ish,
Iesy und
Kabel Baden-Württemberg
zu übernehmen, erhielt das Unternehmen eine Abmahnung.
Das Bundeskartellamt will die Entscheidung morgen erläutern. Ein
endgültiger Beschluss muss bis zum 7. Oktober fallen.
Mit der jetzigen Abmahnung ist das Vorhaben allerdings noch nicht endgültig gescheitert. KDG hat nun Gelegenheit, dem Kartellamt eine neue Stellungnahme vorzulegen und Nachbesserungen anzubieten. Das Unternehmen sei bereit, der Behörde entgegenzukommen und erneut in Gespräche einzutreten, sagte der KDG-Sprecher. Ziel sei es, ein Paket zu schnüren, dem das Kartellamt zustimmen könne. Er schränkte aber ein, dass dies wirtschaftlich sinnvoll sein müsse. Zu den geforderten Nachbesserungen wollte sich der Sprecher nicht äußern. Die 80-seitige Abmahnung müsse nun zunächst analysiert werden. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) forderte das Kartellamt auf, den Übernahmeplänen nicht zuzustimmen. "Ein Monpol beim Kabel ist das letzte, was wir in Deutschland brauchen", erklärte der stellvertretende Vorstand Patrick von Braunmühl. Es dürfe nicht dazu kommen, "dass ein Unternehmen diktieren kann, was im Fernsehen zu sehen ist." Wegen der Börsenpläne von KDG fürchtet der Verband einen Einstieg von Programmanbietern wie Rupert Murdoch oder Silvio Berlusconi bei dem Unternehmen. "Eine Entwicklung, bei der Murdoch oder Berlusconi mit entscheiden können, unter welchen Bedingungen Konkurrenzsender überhaupt noch auf die Bildschirme kommen, dürfen wir nicht einmal riskieren", warnte von Braunmühl. Die Verbraucherschützer rechnen bei einer Fusion auch mit höheren Kosten für Kabelkunden durch mehr entgeltliche Programmpakete. Nicht zuletzt steht nach Ansicht des Verbandes der Empfang von Regionalprogrammen auf der Kippe. Auch private TV-Sender wie RTL oder ProSieben haben Bedenken gegen die geplante Übernahme. AFP / Thorsten Neuhetzki
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