Im Juni wurde
bekannt, dass
Vodafone seine deutsche Festnetzsparte
Arcor verkaufen wolle. Es hieß, dass der Konzern rund eine Milliarde Euro aus dem Geschäft erwarte. Allerdings hatte Vodafone die Verkaufsabsicht damals dementiert. Nun heißt es, dass
Vodafone den Verkauf von Arcor verschieben wolle. Nach
einem Bericht der britischen
Times werde sich die ursprünglich für Herbst angepeilte Veräußerung noch mindestens bis Ende 2004 hinziehen.
Demnach würde Vodafone nicht den angepeilten Verkaufserlös von
über eine Milliarde Euro erhalten. Finanzinvestoren würden derzeit
500 Millionen Euro bieten. Der Konzern stehe wegen seinem auf 8,5 Milliarden britische Pfund gesenkten Schuldenstand nicht mehr unter
Zugzwang.
Arcor gehört als Festnetzanbieter nicht zum Kerngeschäft von
Vodafone. Die Briten hatte die Gesellschaft bei der Übernahme von
Mannesmann miterworben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte Arcor
seinen Umsatz um 14 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro und war damit der zweitgrößte deutsche Telefonanbieter nach der Deutschen Telekom.