Übernahme

Editorial: DSL-Subventionitis

Ungesunde Entwicklung auch beim schnellen Internetzugang
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Im Mobilfunk ist der Zustand schon lange bekannt: Beim Abschluss eines Laufzeitvertrages bekommt man ein subventioniertes Handy dazu. Oft gibt es sogar noch Nachlässe bei den Anschlusskosten oder den Grundgebühren der ersten Monate. Selbst dann, wenn man die Kosten für 24 Monatsgrundpreise und Anschlussentgelt addiert, ist es oftmals günstiger, ein Handy "mit" Vertrag zu erwerben als "ohne". Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich derzeit auch im DSL-Bereich ab: Wer einen DSL-Anschluss neu beauftragt, bekommt das DSL-Modem oder gar einen WLAN-Router geschenkt. Dazu kommen dann oft noch Nachlässe bei den Einrichtungsentgelten oder Freimonate für Anschluss oder DSL-Tarif. Details lassen sich in unserem ausführlichem Artikel nachlesen.

Der Nachteil für den Verbraucher: Der DSL-Anschluss selber bleibt teuer. In den folgenden Monaten und Jahren bezahlt man hohe monatliche Entgelte für Anschluss und Flatrate. Wer einen Volumentarif nutzt, kommt zwar deutlich günstiger weg, muss aber hohe Preise bezahlen, wenn er das Inklusivvolumen mal überschreitet.

Es wäre zu begrüßen, wenn zumindest einer der Reseller der T-Com-DSL-Anschlüsse auch günstigere monatliche Entgelte ermöglichen würde. Technisch müsste dieses möglich sein, DSL-Chips inzwischen in Millionenstückzahlen produziert werden und entsprechend günstig geworden sein sollten. Preisstruktueren der T-Com, zu denen sie die Vorprodukte an ihre Wettbewerber vermietet, könnten dem aber im Weg stehen. Und so bleibt es wohl dabei, dass die fixen monatlichen Entgelte immer höher werden.