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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
teltarif-Special: Premium-SMS wird immer öfter zur Kostenfalle29.07.2004
00:06 Verbraucherzentrale: Fehlendes Kostenbewusstsein bei HandybesitzernInhaltsverzeichnis:1. Flirtlines, Klingeltöne und Handy-Games2. Die unseriösen Maschen der Diensteanbieter 3. Der rechtliche Status der Premium-SMS-Dienste 4. Darauf sollten Sie bei Premium-SMS-Angeboten achten
Wer gerne die Jugendmusiksender Viva
oder MTV sieht, bekommt sie im
Viertelstundentakt serviert: Angebote für Premium-Dienste wie
Klingeltöne, Handylogos, Handy-Games, Neuigkeiten vom
Musikidol oder Flirtkontakte. So präsentieren etwa Diensteanbieter
wie Jamba oder
bruNET in den häufigen
Werbepausen mit musikalischer Untermalung die aktuellen Klingelton-Charts, die mit
einer SMS an eine in großen Ziffern dargestellte
Kurzwahlnummer bestellt werden können. "Drei polyphone Klingeltöne für nur
2,99 Euro", heißt es da zum Beispiel reißerisch, als ob es sich um Angebot
handelt, bei dem die Kids einfach zuschlagen müssten. Was der Werbespot nur im
Kleingedruckten verrät: Wer sich die neuesten Klingeltöne für sein
Handy bestellt, schließt gleichzeitig ein
Abonnement über weitere Bestellungen ab, das nur durch eine weitere Kurzmitteilung
mit einem speziellen Kennwort an die Kurzwahlnummer beendet werden kann.
nächste Seite: Die unseriösen Maschen der Diensteanbieter
Besonders Jugendliche werden von den Premium-SMS-Anbietern als Zielgruppe angesprochen. Ein Großteil der Werbung in Zeitschriften wie etwa der Bravo oder eben im Programm von TV-Musiksendern besteht aus Mehrwertdiensten rund um das Handy. Klingeltöne aus den aktuellen Hits, Logos und Java-Games scheinen der Renner unter den Jüngeren zu sein, die oft leichtfertig zuschlagen und erst später mit der Mobilfunkrechnung die Folgen spüren. "Rechnungen von mehreren hundert Euro sind keine Seltenheit, wenn Handynutzer auf die in TV und Internet beworbenen Flirt-Chats, Chat-Communities oder Erotik-Dienste hereinfallen", weiß die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt zu berichten. Premium-SMS entwickelten sich zunehmend zur Kostenfalle. Freiwillige Selbstbeschränkung der Diensteanbieter bald zu Ende?
Erhöhte Preise für Kurznachrichten sind bei der Mehrwert-Variante gewollt und sie sind recht und billig, schließlich soll damit ein gewisser Mehrwert bezahlt werden. Premium-SMS wurden als praktisches Zahlungsmittel für Mehrwertdienste, die kleinere Geldbeträge kosten, eingeführt. Der Kunde bezahlt damit einen bezogenen Dienst über die Handyrechnung. Die Vorteile eines solchen Verfahrens: Die Anbieter müssen außer der Rechnungsstellung keinen weiteren Aufwand betreiben, der Kunde muss keine Kreditkartennummer oder Kontodaten preisgeben. Die Kosten für den Kunden sind bei seriösen Unternehmen, die im Vorfeld über die anfallenden Preise informieren, überschaubar und transparent. Außerdem ist das Bezahlsystem in vielen Bereichen und jederzeit einsetzbar. Die Kurzwahl-Nummern für Premium-SMS reichen von 11111 bis 99999, in den häufigsten Fällen beginnen sie aber mit einer 7 oder einer 8.
Gesetzlich sind die Premium-Dienste-Anbieter zwar dazu verpflichtet, den
Kunden über die anfallenden Kosten zu informieren, bevor dieser den Dienst
in Anspruch nimmt. Wie das aber zu geschehen hat, ist (leider) nicht genauer beschrieben.
An der SMS-Servicenummer selbst kann der Kunde nicht erkennen, was für Unkosten
auf ihn warten. Da die fünfstelligen Servicenummern nicht unter das
Mehrwertdienste-Gesetz fallen, gilt hier auch nicht die darin enthaltene
Tarifobergrenze. Der Preis für 0190- und 0900-Dienste darf bei Zeitabrechnung
maximal zwei Euro pro Minute betragen. Bei Blocktarifen dürfen höchstens
30 Euro pro Einwahl verlangt werden. Deshalb sollte bei seriösen
Premium-SMS-Angeboten zumindest in der Werbung der Preis für die Nutzung
genannt werden.
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