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Vielfältige Aufgaben für die Mobilfunkbranche

30.06.2004
19:06

Nicht nur UMTS schafft Probleme

Inhaltsverzeichnis:

1. Übersicht
2. Der Kampf mit dem Festnetz, Fazit
Auf der Konferenz Telekommarkt Europa von Euroforum und Handelsblatt wurden in den beiden vergangenen Tagen viele Herausforderungen angesprochen, vor denen die Mobilfunk-Netzbetreiber stehen. So befinden sich derzeit sowohl das öffentliche Wireless-LAN W-LAN als auch UMTS in der Einführungsphase. Der Tagungsleiter, Professor Gerpott, stellte in diesem Zusammenhang die Frage, ob W-LAN zum "Katalysator oder Terminator" für UMTS wird.

Insbesondere wurde deutlich, dass viele Marktteilnehmer derzeit von einer nur langsamen Einführung von UMTS ausgehen. Es wurde sogar darüber spekuliert, dass UMTS dieselbe 10-jährige Wachstumsphase durchlaufen müsse wie einst GSM, bevor es den Massenmarkt erreichte. Dieses könnte letztendlich W-LAN zum Gewinner werden lassen. Statt teuren Roaming-Telefonaten würde man dann kostengünstige VoIP-Telefonate im W-LAN des Hotels am Reiseort führen. Die bereits gestern vorgestellte Tendenz, künftig alle Sprachdienste über IP-Netze abzuwickeln, geht in dieselbe Richtung. Andererseits machen reine W-LAN-Betreiber derzeit in den seltensten Fällen Gewinn. Möglicherweise wird W-LAN aber künftig als Serviceleistung gesehen - Hotels rechnen ja auch nicht ab, ob man den Fernseher benutzt hat, oder wie viel Heißwasser der Gast für die Dusche benutzt hat.

Gleich mehrere Referenten gingen darauf ein, dass es für den Erfolg mobiler Datendienste unumgänglich ist, die Kunden kompetent zu betreuen. Das beginnt bereits damit, anderen Unternehmen zu zeigen, welche Vorteile sie haben, wenn deren "mobilen Mitarbeiter" auch unterwegs problemlos auf Firmendaten oder E-Mails zugreifen können. Zeigt sich das Unternehmen interessiert, müssten die Lösungen funktionsfähig Ende-zu-Ende integriert werden. Dabei setzt zumindest Vodafone überwiegend auf eigene Kompetenz, nicht auf die Hilfe externer Berater. Das Ziel ist auch hier, sich nicht zum reinen "Datenrohr" reduzieren zu lassen.

Design, Funktion und Kundennutzen: Endgeräte im Brennpunkt

Handys werden sich künftig noch stärker an die Bedürnisse des Endkunden anpassen. Denn unisono sind die Handy-Hersteller der Meinung, dass die Kunden zunehmend individueller und anspruchsvoller werden. Sie wollen "ihr" Gerät, nicht eins von der Stange. Interessant in diesem Zusammenhang die Aussage von Siemens, das ein DECT-Telefon wie Gigaset anderen Design-Richtlinien folgt, da es eher als Einrichtungsgegenstand empfunden wird wie ein Mobiltelefon.

Grundsätzlich sehen die Handy-Hersteller die Gefahr, künftig durch "no-name"-Produkte ersetzt zu werden. Immerhin lassen sich alle Komponenten wie Chipsätze und Software inzwischen bei entsprechenden OEMs kaufen. Als Reaktion verstärken die Handy-Hersteller bereits heute ihre Marketing-Aktivitäten, in der Hoffnung, dass auch künftig die Nutzer zu den Markengeräten greifen, wenn es Billig-Konkurrenz gibt. Dasselbe gilt auch bezüglich der Positionierung gegenüber den Netzbetreibern, die zumindest teilweise lieber Handys ihrer eigenen Marke verkaufen würden.
 

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre