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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 26.05.2012 |
Schweiz: Swisscom plant Telefon-Flatrate13.06.2004
15:12 Tarife unterliegen der Regulierung
Die Deutsche Telekom propagiert hierzulande
schon lange das "sorgenfrei Telefonieren ohne Gebührenzähler", so zumindest
mit zahlreichen XXL-Angeboten
am Wochenende. Der Ex-Monopolist der Schweiz, die
Swisscom, geht nun noch einen Schritt weiter:
Wie Jens Alder, CEO der Swisscom, im
Interview mit der Sonntagszeitung äußert, plant der Berner
Anbieter eine Grundgebührenerhöhung verbunden mit einer gleichzeitigen
Absenkung der Minutenentgelte für nationale Gespräche. Bei einer
monatlichen Grundgebühr von rund 50 Franken (etwa 32 Euro)
wären dann sogar komplett kostenfreie nationale Gespräche möglich und
zwar an allen sieben Tagen der Woche und rund um die Uhr.
Bislang kostet in der Schweiz ein Analoganschluss 25,25 Franken. Die Kunden der Schweiz müßten somit also eine Verdopplung der monatlichen Telefongrundkosten schlucken! Ein nationales Telefonat wird bei Swisscom je nach Zeitzone mit vier oder acht Rappen pro Minute berechnet. Die billigsten Call-by-Call-Angebote, die in der Schweiz allerdings erst nach Anmeldung genutzt werden können, liegen bei etwa 6,5 bzw. knapp drei Rappen pro Minute. Von der Voice-Flatrate würden somit also vor allem Vieltelefonierer profitieren, die mindestens fünfeinhalb Stunden zur Hauptzeit oder den doppelten Wert zur Nebenzeit zu Anschlüssen innerhalb der Schweiz telefonieren. Tarife der Swisscom unterliegen der RegulierungAuch in der Schweiz müssen Tarifänderungen des immer noch marktbeherrschenden Ex-Monopolisten genehmigt werden. Korrespondierend zur Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) in Deutschland sind dort die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) und das Bundesamt für Kommunikation in Biel (Bakom) zuständig. Da in der Schweiz die letzte Meile de facto noch nicht liberalisiert ist, schnürt das Angebot der Swisscom den anderen Anbietern quasi die Luft ab. Diese haben im Bereich "letzte Meile" ohnehin mit einer für sie schwierigen Sach- und Entscheidungslage zu kämpfen. Das Verfahren rund um die Öffnung des Ortsnetzes für die Konkurrenz zieht sich schon über Jahre hin, ohne dass die Anbieter derzeit die Aussicht haben, diesen Markt einmal mit attraktiven Produkten für sich gewinnen zu können. Experten erwarten daher auch bei der Voice-Flatrate der Swisscom ein langwieriges Genehmigungsverfahren. Ob aufgrund der beantragten Endkunden-Flatrate auch für Wiederverkäufer eine attraktive Vorleistungs-Flatrate eingeführt wird, bleibt freilich abzuwarten. Anzeige:
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