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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 26.05.2012 |
Editorial: Die Discounter-Bremse25.04.2004
14:15 Oder: Warum Telefonieren in den Handy-Netzen teuer bleibtInhaltsverzeichnis:1. Die Luxus-Vermieter2. Zwangsvermietung nicht absehbar 3. Kein Opfer auf dem Datenaltar
Wie letzte Woche
gemeldet, erwartet die Unternehmensberatung
Booz Allen Hamilton,
dass mobiles Telefonieren demnächst deutlich billiger wird. Discounter
würden dazu Überkapazitäten anmieten, und entsprechend günstiger an ihre
Kunden weiterverkaufen.
nächste Seite: Zwangsvermietung nicht absehbar
Ähnlicher Ansicht, dass Telefonate viel billiger, gar kostenlos werden, ist auch die Unternehmensberatung Soreon. Sie nennt nur einen anderen Grund: Um Kunden in die bunte "Datenwelt" UMTS zu locken, müsse man ihnen die Gespräche schenken. Wörtlich heißt es: "Es gibt deshalb die Tendenz, Sprachtelefonie zunehmend auf dem Altar der Datendienste zu opfern". So weit, so schön, und wir von teltarif.de würden sicher gerne über die neuen "Mobilfunk-Aldis" berichten, die Überkapazitäten anmieten oder UMTS-Minuten verschleudern. Doch bleibt die spannende Frage, die Booz Allen Hamilton in dem Interview leider nicht beantwortet: Wer sind denn die Firmen, die die Überkapazitäten vermieten, die die Aldis dann weitervermarkten können? Luxus-Vermieter: Die NetzbetreiberEs gibt bereits Mietverträge für Mobilfunk-Kapazitäten, nämlich zwischen Mobilfunk-Netzbetreibern und Mobilfunk-Providern. Doch scheinen die Konditionen, zu denen die Provider mieten, so teuer zu sein, dass diese kaum Spielraum für eigene Tarife haben. Und so beschränken sich die Unterschiede zwischen Provider- und Netzbetreiber-Tarifen zumeist auf Umverteilungen: Etwas weniger Grundgebühr, dafür mehr Mindestumsatz und höhere Minutenpreise. Oder Verbindung X günstiger, dafür Verbindung Y teurer. Wirklich interessante Konzepte einiger Provider, zum Beispiel die "echt" grundgebühr- und mindestumsatzfreien Tarife von Super 24 bei Verzicht auf ein Handy, sind inzwischen längst abgewickelt.
Durch Fusionen, Übernahmen
(z.B. Drillisch/Victorvox)
und Konkurse (z.B. Netztel) ist die
Providerszene zudem in den letzten Jahren stark ausgedünnt worden.
Neuzugänge gibt es hingegen keine. Zwar gibt es immer wieder
Ankündigungen von Firmen, die Provider werden wollen, etwa vor
zwei Jahren von Tele 2,
doch offensichtlich klappt es dann doch nicht. "Meister der
Verhinderung" ist o2, die zwar seit einem
halben Jahrzehnt ein GSM-Netz betreiben, aber bis heute keinen
einzigen Provider unter Vertrag haben. Wenn schon die teure Debitel
trotz gerichtlichem und politischem Druck nicht
bei o2 ins Netz kommt, wie
ergeht es dann erst den Discountern unter den Providern?
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- Editorial: Die Discounter-Bremse |
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