nächte Generation

Vodafone: Neue UMTS-Dienste sollen Spaß machen

UMTS soll Spaß machen und Wachstum garantieren
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Die heutige Pressekonferenz des Netzbetreibers Vodafone D2 stand ganz im Zeichen von UMTS. Vodafone-Geschäftsführer Jürgen von Kuczkowski erklärte, dass mit dem Vermarktungsstart für UMTS im Februar ein Grundstein für den weiteren Erfolg des Unternehmens gelegt worden sei. Das Netz laufe gut, die Kunden würden die UMTS-Datenkarte begeistert annehmen und der Aufbau ginge mit großen Schritten weiter. Bis Ende 2005 sollen 2 000 Städte und Gemeinden mit UMTS versorgt werden. Mit den aktuellen Handys für UMTS ist Vodafone noch immer nicht zufrieden. "Wir bleiben da ganz stur. So lange Ausdauer und Qualität nicht unseren Anforderungen entsprechen, werden wir die Geräte nicht in den Markt bringen. Egal, was die anderen machen." sagte Kuczkowski. Das Netz sei weiter als die Endgeräte. Mit der Einführung von entsprechenden Handys rechnet Vodafone nicht vor Spätsommer dieses Jahres.

Wachstumspotential sieht das Unternehmen in den drei Bereichen Klassische Telekommunikation, Informationstechnologie und Infotainment. Das Handy ersetze zunehmend Geräte wie Kamera oder Walkman. Es werde zum ständigen Begleiter. Und damit es zunehmend vielseitig genutzt werden könne, brauche man UMTS.

Neue MMS-Features und mehr Musik

Zur CeBIT stellt Vodafone konsequenterweise neue MMS-Dienste vor, bei denen der Spaß-Charakter im Vordergrund steht. Die mobil geschossenen Fotos können mit dem Vodafone-Fotoshop auf Tassen, Teddys oder Base-Caps gedruckt werden. Und das Versenden von MMS an Computer ist keine Einbahnstraße mehr, mit einer MMS-Easy-Reply-Funktion können die Empfänger dem Versender mit einer Textnachricht antworten - und das innerhalb von 30 Tagen einmalig kostenfrei. Weiterhin bietet Vodafone jetzt MMS aufs Festnetztelefon an. Wenn kein MMS-Empfang aufs Festnetztelefon möglich ist, das Telefon aber SMS-fähig ist, wird ein Link per SMS angezeigt. Die MMS aufs Festnetz kostet innerhalb Deutschlands bis 30 Kilobyte 59 Cent und bis 100 Kilobyte 1,29 Euro.

Vodafone bietet jetzt auch das "individuelle Freizeichen" an, außerdem gibt es Picture-Tones, die einen bestimmten Klingelton mit einer Animation verbindet. Diese "sichtbaren Klingeltöne" können mit den Modellen Nokia 3650 und 3660 genutzt werden. Sie kosten jeweils 2,99 Euro. Geplant ist auch ein Download-Dienst für Musikstücke, den Vodafone "in Kürze" anbieten will.

Ein wirklicher Schritt in Richtung multimediale Dienste ist die Videotelefonie. Diese ist, wie berichtet, im Vodafone-Netz schon möglich. Mit videofähigen Endgeräte wie dem GX30 von Sharp, Nokia 3650 oder 6600 können Videosequenzen aufgenommen und versendet werden. In Kürze sollen auch Livestreams übertragen werden.

Eine News gibt es auch in Sachen WLAN. Beim Vodafone Dashboard, das mit der Datenkarte GV79 von SonyEricsson ausgeliefert wird, ist nun eine automatische Hotspot-Suche integriert. Das Dashboard ist eine Benutzeroberfläche für das mobile Arbeiten am Notebook.

Für Push-to-Talk-Freunde (PTT) gibt es leider noch keine konkreten News. Vodafone erklärte auf Nachfrage, dass man sich sehr genau ansehe, weil es ja Netzbetreiber gebe, die damit sehr erfolgreich seien. Aber ob das in Europa auch so funktioniere, sei nicht sicher.