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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Mehr Preistransparenz bei Mehrwertnummern06.02.2004
16:27 Seit dem 1. Februar 2004 wird bei Mehrwertnummern, deren Preis definiert ist, der Tarif angesagt
Das neue Gesetz gegen den Missbrauch von Mehrwertdienste-Rufnummern
(0190/0900) macht sich langsam bemerkbar. Gestern berichteten
wir über eine ergänzende Änderung der Telekommunikations-Datenschutzverordnung, heute
geht es um eine Neuerung bei der Anwahl der Nummern selbst: Seit dem 1. Februar
2004 wird zu allen 0190-Rufnummern, deren Preis anhand der Rufnummerfolge klar definiert
ist, der jeweilige Tarif beim Verbindungsaufbau angesagt. Dies geschieht entweder über die
Deutsche Telekom oder über den Anbieter (Hoster) der Rufnummer.
Wählt man z.B. 01908-330 100, die Hotline der Redaktion von teltarif.de, hört man zunächst "Dieser Anruf kostet nach dem Signalton 1,86 pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Diese Ansage war für Sie kostenlos." Erst nach dem Signalton beginnt der Gebühren-Ticker zu laufen. Die Hotline der teltarif-Redaktion bietet diese Tarifansage selbstverständlich nicht erst seit dem 1. Februar 2004 an, sondern schon seit dem Start der Hotline. Die Kosten der Rufnummern 0190-1 bis 0190-9 sind anhand der ersten Ziffer nach der 0190 klar festgelegt: Die Kosten aus dem Festnetz der Deutschen Telekom im Überblick
Die Kosten für Mehrtwertdienste mit den Rufnummern 0190-0 oder 0900 können vom Anbieter frei tarifiert werden. Der Anbieter ist hier verpflichtet, eine Ansage einzuspielen. Die Ansage ist für den Anrufer kostenlos, die Verbindungszeit wird jedoch dem Anbieter von der Telekom bzw. vom Hoster der Rufnummer in Rechnung gestellt. Bei Faxabruf-Angeboten müssen im ersten Drittel des Faxes die Verbindungs-Kosten und die Seitenzahl angegeben werden. Dadurch soll dem Kunden die Möglichkeit gegeben werden, die Übertragung notfalls abzubrechen. Bei Faxangeboten könnte laut Gesetz die Ansage entfallen. Stichproben ergaben aber, dass die Telekom offenbar nahezu alle 0190-Rufnummern mit einer Ansage beschaltet hat. Probleme für NischenanbieterWas eigentlich kundenfreundlich und vernünftig ist, wirft dennoch für einige seriöse Nischanbieter Probleme auf. Die Firma Brilla etwa bietet die PC-Software "dmail" an, mittels derer man SMS-Nachrichten sowohl in das Mobil- als auch in das Festnetz verschicken kann. Seit dem 01. Februar kommt es bei der Nutzung von dmail allerdings verstärkt zu Problemen - denn viele Modems kommen durch die neue Gebührenansage aus dem Takt: Sobald sie die Gebühreninfo hören, stellen sie keine Datenverbindung mehr her. ISDN-Datenverbindungen scheint die Telekom sogar generell zu blockieren. Für 0900-9-Nummern, die als Rufnummern für Dialer vergeben werden, bleibt die Möglichkeit, ISDN-Datenverbindungen zu etablieren, bestehen. 0900: Keine Kosteninfo anhand der RufnummerSehr ärgerlich findet der dmail-Programmentwickler, Uwe Westermann, dass bei den neuen 0900-Mehrwertrufnummern anhand der Rufnummernfolge kein Preis mehr zu erkennen ist. Dies ist bei der Rufnummer 0190 noch der Fall, allerdings wird die Vorwahl 0190 Ende 2005 komplett durch die Rufnummerngasse 0900 abgelöst. Die Folge: Eine neue Preisintransparenz, die den Kunden verunsichert zurück lässt. Wie teltarif erfuhr, hat die Deutsche Telekom seit dem 01. Februar auch die Auszahlungsgarantie für Anbieter von Mehrwert-Rufnummern abgeschafft. Die Telekom folgt damit dem Vorbild vieler anderer Rufnummern-Hoster. Unseriöse Inhalte-Anbieter, die auf den "schnellen Euro" hoffen, dürften durch diese Maßnahme weiter verunsichert werden, da ihnen die Inkasso-Garantie fehlt. Fazit: Auch wenn es für Nischenanbieter künftigt problematischer werden mag, ist die Ansage und die Sperrung von Datenverbindungen richtig und sinnvoll. Sonst besteht die Gefahr, dass die auftretenden Lücken sofort von unseriösen Anbietern ausgenutzt werden. Hier sollte der Gesetzgeber möglichst schnell nachbessern. Anzeige:
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