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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Ricke: Maut-Debakel bei Toll Collect schadet Telekom-Image13.11.2003
13:49 Konzern hat Risikorücklage gegen möglche Vertragsstrafen gebildet
Das technischen Probleme bei der Entwicklung des Maut-Systems könnten nach
Einschätzung von Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke dem
Telekommunikationsriesen als Mitglied des Betreiberkonsortiums
Toll Collect einen
Imageschaden zufügen. Es gebe noch "Baustellen" innerhalb des Telekom-Konzerns,
"an denen wir unsere Anstregungen weiter verstärken müssen", sagte Ricke heute
in Bonn. "Maut ist eine solche Baustelle, das will ich gar nicht beschönigen.
Wir arbeiten hart daran, die Probleme zu beheben." Ricke betonte, ihm sei bewusst,
dass das Mautdebakel dem Konzern "imagemäßig schadet".
Wegen möglicher Vertragsstrafen, zu denen Toll Collect herangezogen werden könnte, hat die Telekom nach den Worten von Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick eine Risikorücklage gebildet. Bei deren Bemessung orientierte sich das Unternehmen demnach am "technisch frühest möglichen Zeitpunkt" für die Maut-Erfassung, das ist nach Auffassung der Telekom Ende Januar. Nach dem Platzen des vertraglich vereinbarten Starttermins 31. August muss Toll Collect ab 1. Dezember Vertragsstrafen von 250 000 Euro pro Tag zahlen, so lange die Maut nicht erhoben werden kann. Ab 1. März würde die Strafe auf 500 000 Euro ansteigen. Auch nach Inbetriebnahme des Mautsystems drohen laut Betreibervertrag millionenschwere Vertragsstrafen, Vergütungsminderungen oder auch Schadenersatzzahlungen, falls Toll Collect Verpflichtungen nicht einhält oder das System nicht funktioniert. Weiter weist die Telekom in ihrem Neunmonatsbericht darauf hin, dass die Bundesregierung "bei einer schuldhaften Verletzung von Vertragspflichten in der Betriebsphase" gegenüber Toll Collect "ohne Beschränkung weiteren Schadenersatz" geltend machen könne. Sollte dadurch die Eigenkapitalquote von Toll Collect unter die vertraglich festgelegte Quote von derzeit 20 Prozent sinken, müsste die mit 45 Prozent an Toll Collect beteiligte Telekom gemeinsam mit den beiden anderen Konsortialpartnern DaimlerChrysler und Cofiroute das fehlende Kapital zuschiessen. AFP / Hayo Lücke
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