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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 12.02.2012 |
TalklineID empfiehlt teures Call-by-Call05.11.2003
19:27 Stimmen zur 0190-0-Entscheidung der Regulierungsbehörde von heute
Heute morgen berichteten wir bereits über die
Anordnung der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation
(RegTP), binnen drei
Wochen alle Call-by-Call-Dienste über 0190-0-
und 0900-Zugangsnummern abzuschalten. Nicht nur in unserem
Forum wird seitdem kontrovers über die
Entscheidung und deren Konsequenzen diskutiert, auch zahlreiche betroffene
Anbieter meldeten sich zu Wort.
Die Vertreter der beiden am meisten betroffenen Firmen äußerten sich auf Anfrage von teltarif.de. Lars Heimann, Sprecher der Telediscount GmbH, die mit sechs 0190-0-Einwahlnummern Call-by-Call-Dienste anbietet, sprach davon, dass TeleDiscount sorgfältig prüfen wolle, ob und in welchem Maße man auf die Entscheidung der Behörde reagieren werde. Sascha Zimmermann, Pressesprecher der Callax Telecom Holding GmbH aus Düsseldorf, die über mehr als zehn Zugangskennziffern Call-by-Call-Telefonate vermittelt, wurde schon deutlicher: "Callax wird alles tun, um eine Einstellung der Angebote zu verhindern. Wenn das nicht möglich ist, wird Callax auf eine Verlängerung der Abschaltungsfrist hinwirken." Zudem verwies er auf die bestehenden Angebote über die 010xy-Nummern. Hier könne man aus Kostengründen im Preis allerdings nicht immer ganz so tief gehen wie bei 0190-0-Nummern. Im Gegensatz dazu gab es aber auch Beifall. So begrüßte Renatus Zilles, Chef von TalklineID die Entscheidung, obwohl auch seine Firma mit der 0190-025 betroffen ist. Dazu führte er in der Pressemitteilung aus: "Denn günstig telefonieren können die Endkunden auch weiterhin über die klassischen Call-by-Call-Vorwahlen wie die 01050 von Talkline ID; gleichzeitig kehrt aber mehr Transparenz in diesen unübersichtlichen Markt zurück." Verschwiegen hat er dabei aber, dass ein Ferngespräch zur Hauptzeit über die 01050 alles andere als günstig ist. Es kostet nämlich satte 9,2 Cent pro Minute, während für das gleiche Gespräch über die eigene 0190-0-Vorwahl aktuell nur 2,4 Cent pro Minute berechnet wird. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass Herr Zilles gerne wieder mehr Gespräche über 01050 statt 0190-025 vermitteln will. Übrigens: Selbst bei der Deutschen Telekom, im Markt nun wahrlich nicht als Discounter bekannt, bezahlt man bei fast allen Anschlussvarianten zur Hauptzeit für ein Ferngespräch weniger als über die 01050. Die Stellungnahme von teltarif.de zur Entscheidung finden Sie in unserem Editorial. Anzeige:
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