| |  Der E-Plus HipTop |
Der Rahmen war ungewöhnlich: Im 15. Stock des Münchner Hilton-Park-Hotels stellte
E-Plus
den "Hiptop" vor, eine "mobile Kommunikationsmaschine", die neben reiner Sprachtelefonie, einen POP3 fähigen
Mail-Client mit Web-Browser, Organizer, Digicam und
Instant-Messaging (zunächst mit AOL-AIM) sowie Spiele
anbietet. Das unscheinbare Gerät hat es in sich, Software-Updates kommen "over the Air" also übers Netz.
Der Hiptop wird zum Preis von einmalig 249 Euro bei Abschluss eines
Hiptop-Tarifs verkauft, der monatlich 19,95 Euro Grundgebühr kostet. Damit sind alle Datenübertragungen bezahlt, Gespräche können zu 49 Cent
pro Minute geführt werden, egal in welches deutsche Netz (Fest/Mobil). SMS kosten die üblichen 19 Cent in alle Netze. Die Daten-Flatrate ist an das Endgerät gekoppelt. Wer die SIM-Karte in ein anderes Telefon einlegt, kann den Pauschalpreis nicht nutzen. Das betonen auch die Produktverantwortlichen bei E-Plus. Hiptop-Power-Nutzer
"verbrauchen" rund 16 bis 20 MB pro Monat, "normale" Anwender dürften bei sechs bis acht MB liegen, somit ist die Flatrate für E-Plus eine überschaubare Sache.
Interessanterweise kann das Endgerät weder
i-mode, noch
MMS und auch kein
WAP. Web-Seiten werden vom Hersteller
Danger Inc. aufbereitet und komprimiert, um vertikales Scrollen zu vermeiden. Dadurch werden sie recht flott auf das Endgerät übertragen. E-Plus sieht den Hiptop
eindeutig als Zweitgerät für professionelle Privatkunden oder Miniunternehmer (so genannte SoHos). Deshalb muss ein neuer Vertrag
mit 24 Monaten abgeschlossen werden, wenn man das Gerät erwerben möchte. Der Hiptop funkt in drei Bändern (900/1800 und USA 1900). Die Flatrate gilt aber nur innerhalb des E-Plus-Netzes.
Die bereits eingebaute Infrarot-Schnittstelle des 180 Gramm schweren Hiptop
steht nicht zur Verfügung. Der Import von Kalenderdaten z.B. aus MS Outlook ist für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen, allerdings sollen die Daten über das Netz mit einem persönlichen Web-Portal des E-Plus-Kunden abgeglichen werden. Der Mini-USB-Anschluss ist nur für Service-Zwecke gedacht. Das Gerät kann auch Dateianhänge im Word und PDF-Format lesen, ferner Bilder im JPG-, GIF- und PNG-Format.
Der Hersteller gibt für das Gerät 60 Stunden Standby-Zeit und ein Sprechzeit
von 3,5 Stunden an. Neben einem Headset und dem obligatorischen Ladegerät wird auch eine Aufsteckkamera (320 x 240 Pixel, VGA) mitgeliefert.
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