Mobiltelefone sind einer Studie zufolge verantwortlich für sinkende Selbstmordraten
in Finnland.
Handys hätten den Finnen zu einem neuen Mittel verholfen,
ihre Gefühle auszudrücken, sagte eine Vertreterin des finnischen Statistik-Instituts,
die Wissenschaftlerin Helena Korpi, heute in Helsinki. Am Handy falle es ihren
Landsleuten leichter, über ihre Depressionen zu reden. Dies werde als nicht so "geheim"
und daher als nicht so "peinlich" empfunden. Die Wissenschaftlerin betonte, dies habe
dazu geführt, dass die Suizidrate in Finnland auf das Niveau der 60er Jahre gefallen
sei. Allerdings spielten bei dieser Entwicklung auch neue Antidepressiva und
Vorbeugungsprogramme für Selbstmordgefährdete ein Rolle.
In Finnland ist in der männlichen Altersgruppe zwischen 15 und 64 Selbstmord die
vierthäufigste Todesursache. Gleichzeitig hat das Heimatland des Handy-Herstellers
Nokia eine der höchsten Verbreitungsraten
von Mobiltelefonen weltweit.