teltarif.de MOBIL · DIENSTE · TOUR
Größtes deutschsprachiges Telekommunikations-Magazin *
Newsletter für: 
Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 09.02.2012 

Telefonieren mit buntem Plastik: Die Telefonkarte wurde 20

22.09.2003
11:21

Ein Beinahe-Nachruf

Vor zwanzig Jahren entwarf die Deutsche Telekom die Telefonkarte, mit der das Telefonieren von öffentlichen Fernsprechern aus einfacher werden sollte: Die bunten Karten im praktischen Scheckkartenformat ersetzen das unhandliche Kleingeld, mit denen die Telefonautomaten zuvor gefüttert werden müssten.

Im Sommer 1983 fanden die ersten Feldversuche mit vorausbezahlten Telefonkarten für öffentliche Telefone statt. Doch wie die Daten auf der Karte gespeichert werden sollten, war damals noch nicht klar, getestet wurden Hologrammkarten, Chipkarten, Magnetkarten und Lochkarten. Die Entscheidung fiel erst drei Jahre später: Das im Gebiet Bonn und Aachen getestete Chipkartensystem wurde bundesweit eingeführt. Als Grund gab die Telekom dessen überlegene Fälschungssicherheit an. Damit begann der Siegeszug der Telefonkarte. Nach 1,5 Millionen Stück im Jahr 1986 wurden im zweiten Jahr schon sechs Millionen der 4,6 Quadratzentimeter großen und 4,5 Gramm leichten Plastikkarten verkauft. Im November 1998 kam denn die 500-millionste Telefonkarte auf den Markt.

Doch die Beliebheit der bunten Karten hatte auch ihre Schattenseiten: Fast ein Jahrzehnt lang galt die Telekomkarte als sicher, doch Ende der neunziger Jahre gelang es findigen Tüftlern, die Karte zu knacken. Karten, die vor 1995 hergestellt wurden, konnten mit selbstgebauten Aufladegeräten nachgefüllt werden. Bald kam ein schwunghafter Schwarzhandel mit illegal nachgeladenen Karten in Gang. Der Telekom entgingen auf diese Weise Umsätze im mehrstelligen Millionenbereich. Im Sommer 2001 ergriff der Konzern eine drastische Maßnahme, um die Benutzung dieser Karten unmöglich zu machen: Sie sperrte in Berlin sämtliche öffentliche Telefone für Telefonkarten, die vor 1998 hergestellt wurden. Denn die Bundeshauptstadt war gleichzeitig auch die Hauptstadt der Telefonkartenfälscher, hier lag der Mißbrauch dreimal so hoch wie im restlichen Bundesgebiet.

Aber die Telefonkarten hat ihre großen Zeiten trotzdem hinter sich: Mit der zunehmenden Verbreitung der Handys wird sie nach und nach überflüssig. In den letzten Jahren mussten die Kartenhersteller weltweit erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen. Die Telekom reagiert auf die sinkende Nachfrage auch mit dem Abbau von öffentlichen Fernsprechern bzw. mit deren Umwandung in so genannte Basistelefone, von denen aus Notrufe abgesetzt werden können. Auch Telefonate per Calling-Card und R-Gespräche sind möglich.

Trotzdem arbeiten die etwa 300 Mitarbeiter der Telekom-Tochter DeTeCardService in Nürnberg ständig an der Weiterentwicklung der Telefonkarte. Die neue Generation von Euro-Chips sorgt für ein gesichertes Authentifizierungsverfahren zwischen Karte und Kartentelefon. Auch echte Raritäten für die Sammler befinden sich unter den über 700 Millionen Telefonkarten, die die Telekom seit 1983 verkauft wurden. In der Collectors-Serie gibt es Karten aus Papier, Metall, Glas oder Holz. All diese Karten sind voll funktionsfähig. Im vergangenen Jahr wurden immerhin noch 20 Millionen Telefonkarten verkauft.

 
vorherige Meldung Drucken RSS E-Mail nächste Meldung
Anzeige:

Surf-Flat für zuhause und unterwegs. Jetzt bei o2.  

Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
RE: So alt ist die Deutsche Telekom ... brill gabun 23.09.03 08:52
Sinnvoll hANDYLAUS. 22.09.03 18:45
So alt ist die Deutsche Telekom ... REMchen 22.09.03 13:10
RE: Geldkarte an der Telefonzelle? handytim 22.09.03 11:51
Beitrags-Index ]  [ Thread-Index ] 

Weitere News vom 22.09.2003:

- Telekom: Mit neuem XXL-Tarif kann auch T-DSL teurer werden
- o2 Germany geht gegen LOOP-Missbrauch vor
- Kamerahandys boomen
- E-Plus pusht i-mode
- 11893: Günstigster Auskunftsdienst gemessen am Minutenpreis
- Neuer Anlauf in der Internet-Telefonie: Kazaa goes Skype
- In-Ear-Headset
- Aufruf zum Zahlungsboykott gegen 0190-Betrüger doch zulässig
- Kamerahandys überflügeln Digitalkameras
- Telefonieren mit buntem Plastik: Die Telefonkarte wurde 20
- Wenn das Handy die Nachtruhe stört
- Neuer DSL-Tarif von QSC für Business-Kunden
- Alle Meldungen aus der Kalenderwoche, aus der auch obige Meldung ist
- Alle Meldungen der letzten sieben Tage

Ort bzw. Ortsvorwahl
 
Land bzw. Landesvorwahl
 
Werbung

hier klicken!

Festnetz-Anbieter
Auswahl an 010-Anbietern:
01026 Telecom   01026 *
01098telecom   01098*
Arcor   01070
easybell   010010 *
Epag   01052 *
Linecall   01067 *
Maestro   01015 *
OneTel   01086 *
star79   01079 *
Tellina   01041
Tele 2   01013
YooCALL   01021 *
weitere ...    
Anbieter für Ortsgespräche:
01051 Telecom   01051 *
01097 Telecom   01097 *
01088 Telecom   01088
Arcor   01070
freenetPhone   01019
Sparcall   01028
star79   01079 *
Tele 2   01013
Anbieter mit Sekundentakt:
fidelity   mit Anmeldung
fonissimo   01092 *
* = Anbieter mit Tarifansage
Auswahl von
Vollanschlussanbietern:
BiTel   Ostwestfalen
easybell   bundesweit
EWE Tel   360 Städte
htp   Hannover
Alice   bundesweit
M-net   Bayern
NetCologne   Rheinland
Versatel   bundesweit
Vodafone   bundesweit
Telekom   bundesweit

 
Alle Texte und Tabellen © 1997 - 2012 teltarif.de Onlineverlag GmbH
[Homepage] · [Unternehmen] · [Impressum/AGB/Ihre Daten] · [Feedback] · [Mediadaten] · [Partnerprogramm] · [Presse] · [Jobs]
*) teltarif.de registrierte zuletzt 1 200 000 Unique User pro durchschnittl. Monat
Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre