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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
R-Gespräche können zur Kostenfalle werden15.03.2003
11:17 Insbesondere Kinder können Kosten meist nicht abschätzen
"Kostenlos telefonieren", mit diesem Slogan bewirbt die 01058-Tochter r-talk ihren Dienst für Rückrufgespräche. Auch teltarif.de hat in
den zurückliegenden Monaten mehrfach über das Angebot berichtet und vor den anfallenden Kosten
gewarnt. Ein Beispiel, das der teltarif-Redaktion vorliegt, zeigt, dass diese Warnungen nicht
unbegründet waren und insbesondere Kinder die agressive Werbung sowie die anfallenden Kosten
nicht einschätzen können.
Mit r-talk hat 01058 ein Angebot in sein Produkt-Portfolio integriert, welches grundsätzlich nicht zu beanstanden ist. Grund zur Kritik liefert jedoch die Art der Vermarktung des Angebotes über Bannerwerbung im Internet, Anzeigen in Stadt-Magazinen sowie über Werbespots im TV-Programm. Als Kernaussage gelten immer die Worte "Kostenlos telefonieren" oder "Gratis telefonieren". Doch wirklich kostenlos ist das Angebot natürlich nicht. Die Kosten hat zwar nicht der Anrufer zu tragen, der Angerufene hingegen muss nach den derzeit gültigen Tarifen pro Minute stolze 1,32 Euro zahlen. Welche Kosten bei unbedachtem Verhalten anfallen können, musste jetzt eine Familie feststellen, die mit der Rechnung der Deutschen Telekom eine Zahlungsaufforderung von über 2 000 Euro für die Annahme von R-Gesprächen über r-talk erhielt. Gegenüber teltarif erklärten die Betroffenen, dass die 14jährige Tochter die Gespräche von gleichaltrigen Internetbekanntschaften und Freunden angenommen habe. Im kindlichen Leichtsinn haben sich offenbar beide Seiten keine Gedanken über die anfallenden Kosten gemacht. Die eine Seite telefoniert tatsächlich kostenlos, wie es die Werbung verspricht, die andere Seite kann die Ansage der anfallenden Kosten mit 14 Jahren nicht einschätzen, nimmt die Gespräche an und schon schnappt die Kostenfalle zu. Zwar gibt 01058 an, dass man Nummern für die Nutzung von r-talk sperren könne, doch warum die Nummer für einen Dienst sperren, von dem man letztlich gar nichts weiß? Für viele Familien mit Kindern oder Personen, die unbedacht ein R-Gespräch annehmen, stellen die als "kostenlos" beworbenen Gespräche ein echtes Kostenrisiko dar. Anzeige:
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