Der Berliner Internetdienstleister
Teles
hat im Streit mit der
Deutschen Telekom auf dem
Markt für
DSL-Zugänge einen Teilerfolg erzielt.
Nach einer Einstweiligen Verfügung des Landgerichts Hamburg darf die
Telekom in ihrer Werbung für den terrestrischen
T-DSL-Dienst nicht mehr behaupten,
dass dieser fast flächendeckend verfügbar sei.
Teles-Chef Sigram Schindler erklärte zu der heute bekannt gewordenen
Untersagung, die Telekom habe mit "vollmundigen Behauptungen" große Teile
der Öffentlichkeit und mehr als zehn Millionen Internet-Nutzer "mit
großer werblicher Energie in die Irre geführt". Tatsächlich dürfte der
terrestrische T-DSL-Dienst zumindest an jedem dritten Telefonschluss gar
nicht verfügbar sein.
Auch im Streit mit der Telekom im Geschäft mit schnellen Internet-Zugängen
via Satellit zeigte sich Schindler zuversichtlich. Hier sieht Teles seine
Patenrechte verletzt und hatte beim Landgericht Mannheim Klage eingereicht.
Das Gericht hat der Deutschen Telekom Schindler zufolge inzwischen nahe gelegt,
sich mit Teles außergerichtlich zu einigen. Ein Urteil sei am 21. März
möglich.
Die Berliner werfen der Telekom und deren Luxemburger Partner und
Satellitenbetreiber SES ("
Astra")
vor, mit ihrem gemeinsam in Deutschland angebotenen
T-DSL via Satellit ein Teles-Patent und Teles-Gebrauchsmuster
zu verletzen (teltarif
berichtete). Teles bietet den
skyDSL-Dienst an.
Sie haben bei unserem Online-Forum die Möglichkeit, Ihre
eigenen Kommentare und Meinungen zu den von uns veröffentlichten
Artikeln und Anbieterseiten abzugeben oder die Meinungen anderer
teltarif-Leser abzufragen. Probieren Sie es doch einfach mal aus!