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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | teltarif.de | 09.02.2010 |
Die britische Wettbewerbsbehörde hat im letzten Jahr die Handykosten der heimischen Mobilfunkbetreiber mmo2, T-Mobile UK, Orange und Vodafone UK ausgiebig beobachtet.
Nach Meldungen der Financial Times sind die Ergebnisse nun vorab bekannt geworden, die offizielle und dann auch rechtskräftige Veröffentlichung wird bis Ende Januar erwartet. Dabei sind insbesondere die Gebühren, die Verbraucher für Gespräche vom eigenen Handynetz in ein anderes bezahlen müssen, im Blickfeld der Wettbewerbshüter gewesen. Hier bezahlen britische Handykunden derzeit bis zu 50 Pence (ca. 75 Cent) pro Minute, die Netzbetreiber untereinander verrechnen allerdings nur 10 Pence. Der Rest verbleibt als Gewinn bei der Telefongesellschaft des Kunden. So mag das Ergebnis der "Competition Commission" nicht überraschen: Die Gebühren sind zu hoch!
Auf den ersten Blick überraschend und als mutig zu bezeichnen, ist die Forderung der Wettbewerbsbehörde, die Gesprächspreise für diese netzexternen Gespräche in mehreren Schritten in den kommenden drei Jahren um ca. 37 Prozent zu senken. Zudem soll eine Senkung der Grundgebühr von einmalig 15 Prozent in den Papieren enthalten sein. Auf den zweiten Blick sind auch nach der geforderten Preissenkung die Preise für den britischen Verbraucher immer noch hoch. Die Gewinnmarge für die Telefongesellschaften aus den netzübergreifenden Gesprächen ist für Branchenexperten auch nach der schrittweisen Preissenkung immer noch üppig. Die Forderungen der britischen Wettbewerbshüter müssen nach Inkrafttreten noch von der britischen Regulierungsbehörde (Oftel) eingeführt und gegenüber den Netzbetreibern durchgesetzt werden. Informationen darüber, wie schnell und unter welchen Bedingungen die Preissenkungen an den Verbraucher weitergegeben werden müssen, liegen noch nicht vor. Die Wettbewerbshüter wurden nun aktiv, nachdem die britischen Netzbetreiber einer Empfehlung der Regulierungsbehörde Oftel nicht nachgekommen sind. Demnach sollten die Preise deutlich weniger gesenkt werden als nun gefordert. Die Aktienkurse der britischen Mobilfunkanbieter mmo2 und Vodafone reagierten an der Börse in London nach Bekanntwerden der Pläne der Wettbewerbshüter mit kräftigen Abschlägen und notierten jeweils auf ihrem 365-Tage-Tief. Martin Müller
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