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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Konkurrenten wollen von Quam-Aus profitieren15.10.2002
15:21 Bedingungen für UMTS-Lizenz werden nicht verändert
Die etablierten Mobilfunkbetreiber wollen vom
Aus des Spätstarters Quam und von den Problemen bei MobilCom
profitieren. "Der UMTS-Kuchen bleibt gleich
groß. Die Stücke für die einzelnen Anbieter werden aber möglicherweise
größer", sagte E-Plus-Chef Uwe Bergheim heute
am Rande des UMTS-Gipfels in München.
Daher sei die Einstellung des Geschäftsbetriebs bei Quam für die
Branche eine gute Nachricht.
Mit der Entscheidung von Quam gewinnt die von vielen erwartete Bereinigung des Mobilfunkmarkts an Fahrt. "Die Konsolidierung war überfällig", sagte Vodafone-Technikvorstand Helmut Hoffmann. Es sei von Anfang an klar gewesen, dass der Markt nicht groß genug sei für sechs Anbieter. Trotz der Probleme bei MobilCom und Quam dürften die Lizenzbedingungen nicht zu Lasten der anderen Unternehmen geändert werden. Die Regeln besagen unter anderem, dass eine UMTS-Lizenz nicht verkauft werden kann. Im Pleitefall fällt sie an den Staat zurück. Kurth sicherte zu, an den UMTS-Lizenzbedingungen werde nicht gerüttelt. Ein Verkauf der Lizenzen sei nach geltendem Recht nicht möglich. Auch die Laufzeit gelte weiter bis zum Jahr 2020. "Über diesen Zeitraum sollte es möglich sein, mit UMTS-Dienstleistungen Gewinne zu erzielen." Die Regeln seien recht flexibel und ermöglichten beispielsweise Kosteneinsparungen beim Aufbau und Betrieb der Mobilfunknetze durch Kooperationen. Derzeit sei die Behörde mit allen Lizenznehmern in Gesprächen. Ein Quam-Sprecher sagte, man wolle an der UMTS-Lizenz festhalten. Quam gehört zum Telefonica-Konzern. Die finnische Sonera ist mit knapp 43 Prozent beteiligt. Vor zwei Jahren hatte das Konsortium neben D1, D2 Vodafone, E-Plus, o2 und MobilCom für mehr als acht Milliarden Euro eine UMTS-Lizenz ersteigert. Quam nutzte zunächst das GSM-Handynetz von E-Plus und wollte sich damit einen Kundenstamm für das UMTS-Zeitalter sichern. Im Juli legte das Unternehmen das Geschäft wegen der hohen Kosten und der schwachen Resonanz bereits auf Eis und warb keine neuen Kunden mehr. Derzeit hat Quam noch etwa 250 von einst 900 Beschäftigten unter Vertrag. Der Großteil von ihnen soll das Unternehmen bis Ende des Monats verlassen. Deutlich weniger als 50 Mitarbeiter sollen die UMTS-Lizenz verwalten. dpa / Karin Müller
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