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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Anrufbeantworter: Falsch gespart?06.03.2002
10:13 Die eigene Ansage ist eine akustische Visitenkarte
Wer die Stimme seiner Mutter auf dem
Anrufbeantworter nicht auf Anhieb erkennt, hat vielleicht das falsche
Gerät gekauft. Während sich Mutter aber bestimmt wieder meldet, kann
eine andere nicht verstandene Nachricht, etwa wenn es sich um eine
Einladung zum Bewerbungsgespräch handelt, eine Katastrophe sein. Wer
so etwas vermeiden möchte, sollte beim Kauf
eines Anrufbeantworters genauer hinsehen - besser noch: hinhören.
"Beim Kauf kommt es vor allem auf die Sprachqualität an", heißt es beim Hersteller Loewe in Kronach. Außerdem sollte geprüft werden, wie sich die eigene Ansage auf dem jeweiligen Gerät anhört, rät Sönke Peters, Marketing-Direktor beim Telekommunikationshersteller Tiptel AG in Ratingen. "Schließlich handelt es sich ja um eine Art akustische Visitenkarte." Wichtig ist Loewe zufolge auch die Aufnahmedauer. Diese sollte nicht unter 15 bis 20 Minuten liegen. Wer länger aus dem Haus sei, werde eine größere Aufnahmekapazität zu schätzen wissen. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass der Anrufbeantworter mindestens zwei Ansagetexte ermöglicht. Analoge Anrufbeantworter, also solche, die noch mit Cassetten arbeiten, gibt es heute kaum noch. In der Regel wird digital gearbeitet - die gesprochene Nachricht des Anrufers wird auf einem Chip gespeichert. "Digital bedeutet allerdings nicht gleich CD-Qualität", sagt Peter Knaak von der Stiftung Warentest in Berlin. Wenn die Hersteller sparen wollten, täten sie dies vor allem bei Qualität und Größe des Speichers. Ähnliches gelte auch für den Lautsprecher: "Rund 40 Euro kostet ein vernünftiges Gerät daher schon." Am Speicher wird gern auch bei Anrufbeantwortern gespart, die in ein Telefon eingebaut sind. "Hier werden häufig billige Sprach-Chips verwendet", sagt Sönke Peters. Das gehe deutlich zu Lasten der Aufzeichnungsqualität. Aber die Billig-ABs seien ohnehin nicht mehr so stark gefragt: "Der Trend geht zu höherwertigen Modellen. Darauf konzentrieren wir uns", sagt Sönke Peters von Tiptel. 150 Euro und mehr muss der Kunde für solche Geräte dann bezahlen. Die können dann aber auch weit mehr, als nur eine Ansage geben und die erhaltenen Nachrichten abspielen: "Diese ABs telefonieren dem Besitzer sogar hinterher", erläutert Knaak. Spricht jemand auf den AB, ruft der AB den Besitzer zum Beispiel auf dem Handy an und teilt ihm die Nachricht mit. Auch das Abrufen der Nachrichten von unterwegs sowie die Nutzung als Babyphon ist bei vielen Modellen weiterhin möglich. Allerdings rät Knaak, den dafür benötigten Code bei neuen Geräten sofort zu ändern. "Die Hersteller verteilen ab Werk für eine Gerätegruppe oft die gleichen Nummern." Ein Beispiel für Anrufbeantworter aus der oberen Preisklasse mit entsprechendem Funktionsumfang ist das tiptel 340 clip: Das Gerät kostet 179 Euro und zeichnet bis zu 60 Minuten auf. Vier getrennte Mailboxen bieten zum Beispiel verschiedenen Familienmitgliedern jeweils ihren eigenen AB. Außerdem gestattet 340 clip das Senden und Empfangen von SMS über das Fest- und Mobilnetz. Per SMS kann sich der Inhaber der jeweiligen Mailbox dann die Meldung über eine eingegangene Sprachnachricht auch aufs Handy schicken lassen. Rund 80 Prozent aller Haushalte in Deutschland besitzen bereits einen Anrufbeantworter, so Sönke Peters. Weder das noch die Tatsache, dass viele Menschen außerdem ein Handy besitzen, beunruhigt den Marketing-Manager. Klar seien die meisten auch ohne AB stets erreichbar, aber häufig werde der AB ja auch nur zum so genannten Screening genutzt. So wird es genannt, wenn man erstmal hört, wer anruft - vielleicht, um nicht schon wieder mit Mutter sprechen zu müssen. dpa / Marie-Anne Winter
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