Trotz massiver Kursverluste in jüngerer Zeit
glaubt die
Deutsche Telekom, bei dem bevorstehenden Börsengang ihrer Mobilfunktochter
T-Mobile wieder viele Kleinaktionäre erreichen zu können. "Ein Börsengang dieser Größenordnung kann sich nicht nur an
institutionelle Anleger richten, wir wollen auch viele Privatanleger
erreichen", sagte T-Mobile-Chef Kai-Uwe Ricke in einem Interview mit
dem Hamburger Magazin
stern.
T-Mobile soll entweder im Frühsommer oder im Herbst dieses Jahres
gelistet werden. Ein genauer
Starttermin steht noch immer nicht fest. Die Telekom erhofft durch den Börsengang rund zehn Milliarden Euro an
Einnahmen. Doch das Börsenklima für Telekommunikationsfirmen ist
derzeit ungünstig. Das bestätigt auch Ricke: "In den USA bläst der
Branche tatsächlich ein scharfer Wind entgegen." Ricke meint jedoch, die
Stimmung drehen zu können. "Nämlich dann, wenn unsere Zahlen besser
aussehen als die der Konkurrenz." T-Mobile betreibt in den USA die
defizitäre Mobilfunkfirma
Voicestream, nur die Nummer sechs im
dortigen Markt. "Investoren wollen Gewinne sehen", sagte Ricke.
"Bereits im laufenden Jahr erwarten wir in den USA ein positives
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen."
Gleichzeitig dämpfte Ricke, der als T-Mobile-Chef auch nach einem
Börsengang im Vorstand der Deutschen Telekom bleiben will,
überzogene Erwartungen an die nächste Mobilfunkgeneration
UMTS. "Dass
einige Konkurrenten und Finanzhäuser vorschnell die Revolution
ausgerufen haben und nun zurückrudern müssen, trübt sicher derzeit
die allgemeine Marktstimmung." Nur "20 bis 30 Prozent der Kunden"
seien derzeit reif für UMTS-Dienste. "Aber der Massenmarkt wird
schneller kommen, als dies bei der heutigen Mobilfunkgeneration der
Fall war."
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