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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 13.02.2012 |
Editorial: Verdirbt WLAN den UMTS-Erfolg?09.12.2001
14:29 Wireless Local Area Network transportiert Daten mit bis zu 54 Megabit/s
Glaubt man manchem Artikel aus der Wirtschafts- oder Fachpresse,
ist der Bankrott manches Mobilfunk-Netzbetreibers unvermeidbar.
Während nämlich die UMTS-Milliarden schwer in den Bilanzen
liegen, befindet sich eine alternative Funktechnologie -
WLAN - den Berichten zufolge bereits auf der Siegerspur.
Den Angaben zufolge ist WLAN nämlich schneller (zur Zeit bis
zu 11 MBit/s, bald bis 54 MBit/s) und preisgünstiger
(unter einem Euro pro Megabyte übertragenen Daten; WLAN-Karten
gibt es ab ca. hundert Euro) als UMTS. Welche Chance soll
da UMTS noch haben?
Nun, ganz so einfach ist die Situation nicht. Wagen wir einen detaillierten Vergleich:
Nach den aktuellen GPRS-Tarifen für Profi-Nutzer kostet der Download von einem Megabyte je nach Netz zwischen 6 und 20 Mark. Bei den GRPS-Tarifen für Privatnutzer wären es sogar bis zu 69 Mark. Bei WLAN dürften die Kosten hingegen eher im Bereich von 1 bis 2 Mark liegen. Es lässt sich also in dem beschriebenen Szenario viel Geld sparen, wenn man mit nicht ganz so wichtigen Datentransfers wartet, bis man beim nächsten Hotspot ist. Je mehr Kunden diesen Spartrick nutzen, desto mehr Umsatz geht natürlich den Netzbetreibern verloren. Wie könnten die Netzbetreiber reagieren? Eine Möglichkeit wären Datentarife, die günstiger werden, wenn man viele Daten innerhalb kurzer Zeit überträgt. Eine andere wären "angemeldete Downloads", bei der man den Wunsch, größere Datenmengen zum Sonderpreis zu übertragen, auf einem geeigneten Weg (PC-Software, Web-Formular, WAP-Formular usw.) eingibt. Das System teilt einem dann vorhandene freie Kapazitäten zu und nennt einen Preis - oder lehnt den Antrag ab, wenn nichts frei ist. Auf jeden Fall müssen die Netzbetreiber erkennen, dass "Daten nicht gleich Daten" sind. Für 1 Megabyte kann man entweder 300 normale Text-E-Mails übertragen, oder eine E-Mail mit einem durch Bitmap-Grafiken aufgeblähten Word-Dokument im Anhang. Es ist davon auszugehen, dass die 300 Text-E-Mails für die meisten Anwender zusammen einen viel größeren Wert haben, als die eine dicke, obwohl beide dasselbe Datenvolumen belegen. Daher gilt als Fazit: Sollten die Netzbetreiber bei UMTS dieselben rein linearen "Datenuhren" einbauen, wie sie zur Zeit bei GPRS üblich sind, dann haben öffentliche WLAN-Zugänge in der Tat eine gute Zukunft vor sich. Anzeige:
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