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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 26.05.2012 |
T-Mobil: XtraTalk mit verwirrender Taktung28.08.2001
16:35 Abrechnung im 60/1-Takt, Gesprächszeiten sammeln im 1/1-Takt
Vor wenigen Tagen hat teltarif über die Einführung des neuen Tarifs XtraTalk von
T-Mobil berichtet. Die Besonderheit:
Je länger man vom Handy aus zu anderen D1-Handys oder ins Festnetz
telefoniert, desto billiger wird es. Die ersten vier Minuten kosten
je 99 Pfennig, die nächsten fünf Minute jeweils 39 Pfennig.
Ab der zehnten Minute wird es mit 19 Pfennig pro Minute für
eine Prepaid-Karte richtig günstig. Dabei ist es egal, ob man diese
Minuten innerhalb eines Gesprächs vertelefoniert, oder ob es mehrere
Verbindungen über einen Tag verteilt sind. Jeden Tag um Mitternacht
wird allerdings der Minutenzähler wieder zurückgesetzt, das heißt,
am nächsten Tag fängt man wieder mit 99 Pfennig pro Minute
"von vorne" an. Abgerechnet wird im 60/1-Takt.
Bezüglich einer Detailfrage mussten wir Ihnen die Antwort zunächst schuldig bleiben: Dauert das erste Gespräch beispielsweise 20 Sekunden, werden dann nur diese 20 Sekunden auf das Minutenkonto angerechnet, oder werden 60 Sekunden gutgeschrieben, da auch 60 Sekunden abgerechnet werden? Hier erhielten wir bald die Antwort von T-Mobil, dass die Gutschrift entsprechend den abgerechneten Minuten erfolgen würde. Das heißt, dass nach vier kurzen Telefonaten zu je 99 Pfennig die "teuren" vier Minuten auch vorbei wären, das fünfte Telefonat also nur noch 39 Pfennig pro Minute kostet. Heute erhielten wir jedoch einen Anruf von der T-Mobil-Pressestelle, in dem man bedauerte, dass wir hier leider falsch informiert wurden. Das Ansammeln der Gesprächsminuten erfolgt nämlich sekundengenau. Das bedeutet, es wird jeweils nur die Gesprächslänge gutgeschrieben, die auch tatsächlich telefoniert wurde. Wenn man viele kurze Gespräche von unter einer Minute Dauer führt, muss man daher deutlich mehr als vier Minuten bezahlen, bevor die erste Vergünstigungsstufe einsetzt. Wieder einmal sitzt der Teufel im Detail. Die Folgen der unterschiedlichen Ab- und Anrechnungsverfahren sind paradox: Erreicht man beispielsweise bei einem Anruf nur den Anrufbeantworter, und will man eigentlich keine Nachricht hinterlassen, so könnte sich das bei XtraTalk nun dennoch lohnen. Denn mit dem Herstellen der Verbindung hat man ja die ersten 60 Sekunden bereits bezahlt. Je länger man nun die Verbindung hält, desto mehr Sekunden werden einem auf dem Minutenkonto gutgeschrieben, und desto eher erreicht man bei späteren Anrufen die günstigen Minutenpreise. Für wen lohnt sich XtraTalk angesichts der komplizierten Technik überhaupt? Mit Sicherheit nur für solche Leute, die überwiegend ins D1-Netz und ins Festnetz telefonieren, denn zu den anderen Netzen gelten die bekannt hohen Prepaid-Preise. Aber auch die netzinternen und Festnetz-Telefonierer profitieren nur, wenn sie die günstige Zone ab der zehnten Minute auch erreichen und dann mehrere Minuten zu diesen günstigen Preisen telefonieren. Wer aber täglich zehn bis zwanzig Minuten telefoniert, ist sicherlich mit einem Geschäftskundenvertrag besser bedient, als mit einer Prepaid-Karte. Interessant ist aber XtraTalk beispielsweise für Berufstätige, die normalerweise einen festen Büroarbeitsplatz haben, ab und zu aber geschäftlich unterwegs sind (Messen, Kundenbesuche usw.), und auf diesen Geschäftsreisen auch viel telefonieren. Anzeige:
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