Nachdem
WAP weiterhin ein Schattendesein
fristet, während
i-mode aus Japan boomt,
wird WAP hierzulande nachgebessert. Der neue
Vorschlag
für WAP 2.0 enthält folglich nicht weniger als 55 einzelne
Dokumente, die sich den unterschiedlichen Aufgabenbereichen
wie "Multimedia Messages" (MMS, der SMS-Nachfolger),
Push-Technologien (Inhalte werden aktiv auf das Handy geliefert),
Skript-Sprachen (der mobile Gegenpart zu JavaScript), Sicherheit,
Protokollen und vielem mehr widmen.
Man erkennt an dem Standard den aktiven Wunsch, WAP 2.0
als vollwertiges "mobiles Internet" zu etablieren. Doch genau
hier besteht auch die Gefahr: Bis Hersteller die einzelnen Teile
des Standards endlich stabil in mobile Endgeräte implementiert
haben, könnten Jahre vergehen. Jahre, in denen den Telefonfirmen
die UMTS-Milliarden drücken. Einziger
Ausweg: Das vielleicht nicht ganz so fortschrittliche, dafür technisch
einfachere i-mode?