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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 13.02.2012 |
Telekom rückt Telefonkartenfälschern zu Leibe24.07.2001
17:16 Telefonkarten gesperrt, die zwischen 1987 und 1995 hergestellt wurden
Die Telekom will mit drastischen
Maßnahmen organisierten Banden das Fälschen von Telefonkarten
unmöglich machen. In Berlin können seit dem vergangenen Montag
Telefonkarten, die zwischen 1987 und 1995 hergestellt wurden,
nicht mehr an öffentlichen Fernsprechern benutzt werden, kündigte das
Unternehmen am Dienstag in Karlsruhe an. Unbenutzte Telefonkarten aus
dieser Zeit beziehungsweise Karten mit Restguthaben würden
umgetauscht. Bundesweit sollen zum Jahresende alle Telefonkarten aus
der Zeit vor 1998 gesperrt werden.
Nach Einschätzung des Geschäftsführers der Telekomtochter DT CardService GmbH, Dieter Keller, gilt die Bundeshauptstadt als eine Hochburg der kriminellen Telefonkartenfälscher. Hier soll der Missbrauch drei Mal so hoch liegen wie im Bundesdurchschnitt. Seit drei Monaten eskaliere die Situation, meinte Keller. Tausende von gefälschten Telefonkarten sind nach seinen Worten in Umlauf. Diesen Schluss zieht die Telekom auch daraus, dass die betroffenen Telefonkarten bereits sechs Jahre und älter sind und die meisten längst abtelefoniert wurden. "Der Umsatz wird praktisch nur mit manipulierten Karten erzielt", glaubt Keller. Erleichtert wird den Banden das Manipulieren an Telefonkarten dadurch, dass die eingesetzte Chiptechnik der ersten Generation nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards entspricht. Mit einem Aufladegerät und Computer werden leere Karten binnen Sekunden illegal aufgeladen und auf Schwarzmärkten zu "günstigen" Preisen verkauft. Die Telekom schätzt den Schaden durch den Telefonkartenbetrug auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Die jetzt ergriffenen Maßnahmen in Berlin sieht die Telekom als einen Testmarkt. Nicht ausschließen wollte Keller, dass die professionellen Telefonkartenfälscher ihr Geschäft in andere Städte verlagern. In diesem Fall werde man entsprechende Maßnahmen ergreifen, hieß es. Im Vorgriff auf Fälschungen mit Telefonkarten neueren Datums hat die Telekom bereits vor drei Jahren die Karten zeitlich befristet. Keller zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Telekom mit technischen Maßnahmen einen Vorsprung sichere, um Missbrauch künftig zu verhindern. Informationen zum Umtausch erteilt jeder Berliner T-Punkt oder die Telefon-Hotline: 0800 33 02985 dpa / Thomas Michel
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