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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Net-Games macht Spiele-Plattformen mit Napster-Prinzip Konkurrenz15.02.2001
11:36 Software bereits unter 5,8 Millionen Usern verbreitet
Die junge Internet-Spieleplattform Net-Games will
mit dem Napster-Prinzip den großen Plattform-Betreibern Konkurrenz
machen. "Unsere Mission ist es, allen Usern für nahezu alle Spiele
eine globale Plattform zu bieten", sagte Firmen-Gründer Jürgen Stehle
auf der Multimediamesse Milia in Cannes, die am Mittwoch zu Ende
ging. Statt dafür eine große zentrale Anlage, einen Serverpark, zu
bauen, setzt das junge Unternehmen mit Sitz in München auf die
Zusammenarbeit der Nutzer. Bei Net-Games können User sowohl Spiele-
Software herunter laden als auch online spielen. Geld will das
Unternehmen unter anderem durch Werbung und Kooperation mit
Spieleherstellern verdienen.
"Unser Konzept besteht im Wesentlichen aus der weltweit einzigartigen Serverstruktur", sagte Stehle. Bereits 5,8 Millionen Spieler hätten sich die nötige Software heruntergeladen und stellten einen Teil ihrer PCs als Server für weitere 12,7 Millionen Spieler zur Verfügung. Net-Games koordiniert dabei lediglich den Datenaustausch. Mit Hilfe der Software lassen sich den Angaben zufolge auch Spiele von anderen Plattformen nutzen, ohne auf deren Portalen die Nutzungsgebühren zahlen zu müssen. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie bei Napster durch die Peer- to-Peer-Technologie (P2P). Nutzern eines Netzwerkes wird der Zugriff auf Informationen ermöglicht, die von den anderen Usern zur Verfügung gestellt werden. Durch eine gemeinsame Software ist eine Zusammenarbeit in Echtzeit möglich. "Die ganze Szene hat sich per Mund-zu-Mund-Propaganda entwickelt", sagte Stehle. Mögliche Empörung bei den Branchenführern wie Electronic Arts oder Microsoft schreckt den gelernten Juristen Stehle nicht. "Die anderen Plattformbetreiber reden eigentlich nicht mit uns." Experten vermuten unterdessen, dass die Net-Games-Software ohnehin bald überfordert sein dürfte. "Die nächsten Versionen künftiger Online-Spiele werden so umfangreich sein, dass sie auf diese Weise nicht mehr spielbar sind", meinte ein Messe-Besucher. Auf der Multimedia-Messe an der Cote d'Azur wurde Stehle neben 14 weiteren Gewinnern des Startup-Wettbewerbs für sein innovatives Unternehmenskonzept ausgezeichnet. dpa / Frank Rebenstock
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