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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
UMTS: Konkurrenz von lokalen Mininetzen?04.12.2000
10:22 Drahtlose Firmen-Netzwerke können Mobilfunkkonzernen das Geschäft verderben
Dass sich so manches Unternehmen mit UMTS verrechnet haben könnte, hat sich bereits herumgesprochen. Doch die Serie der bösen Überraschungen reißt nicht ab: Lokale Netzwerke aus leistungsfähigen Minisendern (WLAN, Abkürzung für "wireless local area network") können den Mobilfunkkonzernen das Geschäft verderben. Wie die Berliner Zeitung in ihrer Wochenendausgabe berichtete, bietet die Universität Rostock ihren Studenten bereits einen WLAN-Zugang an, der bis
zu 172-mal schneller als mit einem herkömmlichen ISDN-Kanal sein soll. Auf die Initiative des Informatik-Professors Djanshid Tavangarian wurde das gesamte Universitätsgelände für 350.000 Mark mit 150 Funkbasisstationen ausgestattet. Bis zu 1500 Studenten können sich mit ihren Notebooks in das Uni-Netzwerk einloggen, womit auch das deutschen Universitäten allgegenwärtige Platzproblem gelöst wird: jetzt kann auch vom Café gegenüber aus gearbeitet werden. Das Angebot ist für die Studenten kostenlos, sie müssen nur einmalig 350 Mark in die notwendige Funkkarte investieren.
Angeschoben wurde die Entwicklung der leistungsstarken Mininetze vom Computerhersteller Apple. Dieses Unternehmen brachte 1999 als erster großer Hardwarehersteller mit "Airport" eine Sende- und Empfangsstation auf den Markt, die den Kabelsalat in Büros mit mehreren PCs und Druckern überflüssig macht. Der Sendeempfänger basiert auf dem offenen drahtlosen Lokalen Netzwerk-Standard 802.11b (WLAN). Diese Technologie ist nicht nur schnell, sondern auch preiswert. Die Basisstation kostet nur knapp 700 Mark. Funk-Steckkarten für Notebooks brachte bald auch die Konkurrenz billig auf den Markt. Ein weiterer Vorteil ist, dass für den Betrieb der Mininetze keine Funklizenz benötigt wird. Die Netze aus extrem leistungsfähigen Kleinstsendern dürften im Mobilfunk eine ähnliche Revolution auslösen wie vor gar nicht allzu langer Zeit das Internet für den Datenverkehr: Neben den großen geschlossenen Systemen von T-Mobil oder Vodafone entsteht bald ein offenes, anarchisch wachsendes Netzwerk vieler kleiner Anbieter. Bereits heute sind bestehende WLANs fünfmal so leistungsfähig wie die künftigen UMTS-Netze. Anzeige:
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