Viag Interkom fordert die Bundesregierung auf, den wirtschaftlich nicht
vertretbaren Teil des Betrages für die
UMTS-Lizenz zurückzuerstatten.
Maximilian Ardelt, der Vorsitzende der Geschäftsführung des
Telekommunikationsunternehmens, sagte bei einer Veranstaltung in Frankfurt
am Main, dass die UMTS-Milliarden die Wachstumsentwicklung der gesamten
Branche deutlich reduzieren. Insbesondere der bisherige Arbeitsplatzmotor
Telekommunikation werde stocken.
Ardelt will damit den Schaden für die Telekommunikationsbranche begrenzen.
Sie sei durch die Auktion mit 100 Milliarden Mark belastet worden.
Bis zum eigentlichen Start seien weitere sechs bis sieben Milliarden
jährlich erforderlich. Durch den ergebnislosen Versuch
der Deutschen Telekom (zum großen Teil im Bundesbesitz), einen weiteren
Bieter zur Aufgabe zu zwingen, sei
der Lizenzpreis in völlig unakzeptable Höhen getrieben worden, ohne
dass sich die Mitbewerber dem entziehen konnten. Ein Ausstieg aus der
Auktion wäre langfristig der Geschäftsaufgabe gleichgekommen.