Gestern erklärte der Pressesprecher des Münchner Telekommunikationsanbieters
Viag Interkom, Roland Kuntze, dass das Unternehmen allein in diesem Jahr 200 Millionen Mark in das neue Ortsnetzangebot investieren will. Der Zugang zum Netz erfolgt per
Point-to-Multipoint-Richtfunk. Damit wird die drahtgebundene "letzte Meile" umgangen, die noch fest in den Händen der
Deutschen Telekom ist. Schon im letzten Jahr war als erster Kunde die niederbayrische Staatsregierung in Landshut per drahtlosem Direktanschluss freigeschaltet worden.
Am 4. Oktober dieses Jahres hat Viag die erste Basisstation in Köln in Betrieb genommen. Bis Ende dieses Monats will das Unternehmen in 36 Städten ein eigenes Ortsnetzangebot starten, z.B. in München und Hamburg. Insgesamt hat Viag 213 Ortsnetz-Lizenzen erworben. Damit kann das Unternehmen mit seinen Richtfunk-Stationen deutschlandweit etwa 85 Prozent der möglichen Geschäftskundenstandorte erreichen. Zielgruppe für dieses Angebot sind kleine und mittelständige Unternehmen, die sich flexibel an das Viag-Ortsnetz anbinden lassen wollen.