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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
connect-Techniker entsperren SIM-Lock-Handys06.09.2000
Sperrcode von Prepaid-Handys lässt sich überlisten - Rechtslage ist unklar
Besitzer eines Prepaid-Handys können den Sperrcode,
durch den das Telefon nur mit der Mobilfunkkarte eines bestimmten Anbieters
funktioniert, knacken.
Dieses Thema hat die Zeitschrift "connect" in ihrer am Donnerstag erscheinenden
Ausgabe aufgegriffen und hat das Verfahren in einem Praxistest erfolgreich
ausprobiert.
Hacker bieten im Internet Software an, die den Speicher des Handys überschreibt
und so das Gerät frei schaltet. Allerdings ist die Rechtslage unklar:
Der Entsperrvorgang bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
connect weist darauf hin, dass die Benutzung des Handys mit einer anderen
als der mitgelieferten Karte sogar verboten ist.
Viele Handy-Hack-Programme stammen aus dem ost- und südeuropäischen Raum. Wenn überhaupt vorhanden, sind die dazu gehörigen Beschreibungen und Hilfefunktionen meist in einer Fremdsprache abgefasst. Zudem ist unklar, was genau die Programme mit dem Mobiltelefon anrichten. Spielen sie ein komplett neues Betriebssystem auf ("Flashen"), kann das Handy zerstört werden, wenn die Prozedur nicht perfekt klappt. Und nicht jedes Handy lässt sich ohne weiteres knacken: Das Siemens C25 wehrte alle Versuche der connect-Techniker mit Erfolg ab. Mit den günstigen Prepaid-Paketen, die inklusive Einsteiger-Handy und Gesprächsguthaben zu Preisen unter 100 Mark zu haben sind, gehen die Netzbetreiber derzeit erfolgreich auf Kundenfang. Die attraktiven Preise sind nur möglich, weil die Unternehmen die Handys stark subventionieren. Durch die SIM-Lock-Sperre binden die Telefongesellschaften ihre Neukunden für mindestens zwei Jahre - und hoffen, dass ihre Geräte-Zuschüsse durch die Gesprächsumsätze wieder herein kommen. Erst nach zwei Jahren schalten die Netzbetreiber Prepaid-Handys auf Wunsch frei. Wer den zehnstelligen Sperrcode früher aus dem Gerät haben möchte, zahlt dafür einmalig rund 200 Mark. Handy-Hacker und Betrüger machen diese Kalkulation allerdings zunichte. Christopher Paun
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