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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Startschuss für Vergabe der französischen UMTS-Lizenzen18.08.2000
Diskriminiert das Vergabeverfahren ausländische Bewerber?
Einen Tag nach dem Abschluss der Versteigerung
der deutschen UMTS-Lizenzen ist am Freitag in Frankreich
das Verfahren für die
Vergabe von vier Lizenzen offiziell in Gang gesetzt worden. Mit der
Veröffentlichung im Amtsblatt wurde festgesetzt, dass Mobilfunkanbieter sich
bis zum 31. Januar 2001 bewerben können. Im Gegensatz zu Großbritannien und
Deutschland will Frankreich die Lizenzen nicht versteigern, sondern nach einem
zentralen Bewerbungsverfahren auf Pachtbasis vergeben.
Industrie-Staatssekretär Christian Pierret verteidigte dieses Verfahren in der
Wirtschaftszeitung "Les Echos" (Freitagsausgabe) nochmals mit dem Anliegen der
Regierung, für die Mobilfunk-Frequenzen der neuen Generation eine möglichst
umfassende Abdeckung des Landes und eine größtmögliche Verbreitung in der
Bevölkerung sicherzustellen.
Der neue Mobilfunkstandard soll in Frankreich ab dem Jahr 2002 funktionieren. Nach Abschluss der Bewerbungsfrist am 31. Januar 2001 will sich die Regierung fünf Monate Zeit lassen, um die Dossiers zu prüfen und im Juni 2001 die Entscheidung bekannt geben. Je Lizenz wurde ein Preis von 32,5 Milliarden Franc (9,75 Milliarden Mark) festgesetzt; die Lizenzen werden für 15 Jahre vergeben. Die Firmen rechnen mit ersten Netzen ab Ende 2002. Auf die Frage, ob Bewerber von außen wie die Deutsche Telekom das französische Verfahren nicht als undurchsichtig ansehen und argwöhnen müssten, die siegreichen Bewerber stünden schon im vorhinein fest, sagte Pierret, dies sei eine "Unterstellung". "Die Ausschreibung ist absolut offen und transparent", betonte der Staatssekretär. Dennoch wolle er nicht ausschließen, dass die drei aktuellen Mobilfunkbetreiber in Frankreich - France Telecom, Cegetel und Boygues Telecom - auch in dem neuen Verfahren zum Zug kommen. Auch das Interesse des Konsortiums Suez-Lyonnaise, an dem das spanische Unternehmen Telefonica beteiligt ist, wurde von Pierret bestätigt. AFP/Steffen Pospischil
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