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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | teltarif.de | 20.03.2010 |
Flatrate-Angebote boomen - so liest sich
zumindest die Erklärung der Pressestelle der
T-Online International AG,
man habe bereits zwei Monate nach der Einführung des neuen Tarifs T-Online flat
fast 200000 Kunden gefunden. Dies, so wird ausdrücklich
hervorgehoben, ohne dafür eine spezielle Werbekampagne gestartet
zu haben. Andere Anbieter hingegen scheinen bei ihren Flatrates weniger
vom Glück begünstigt: Sonnet musste erst
gestern öffentlich erklären, durch missbräuchliche
Nutzung des Angebotes zu ersten Kündigungen gegenüber Usern gezwungen
zu sein. Wie viele der bis Mitte Juli offiziell 30000 Sonnet-Nutzer
sich nun tatsächlich nach einem anderen Provider umsehen müssen,
konnte Herr Windmüller uns heute nicht verraten. Die zögerliche
Freigabe der aktuellen Nutzerzahlen erklärte er mit der
Bedeutung derart sensibler Daten für ein börsennotiertes Unternehmen.
Andere große Anbieter wie AOL, Arcor, MobilCom, NGI, Surf1 oder Talkline wollten sich zu unserer Nachfrage nach Kundenzahlen erst gar nicht äußern. Lediglich Herr Nordlohne von AOL nannte zumindest eine Tendenz: Beim Tarif AOL flat gebe es, wie auch bei den anderen Angeboten, eine "erfreulich starke" Akzeptanz. Die genauen Zahlen lägen aber erst in schätzungsweise zwei Monaten vor. Wenig zu verbergen hatte hingegen die mit ihrer Erotikwelt-Flatrate bekanntgewordene Medien Info Center GmbH, die seit einem Monat neue Flatrate-Tarife anbietet: rund 35000 Kunden nutzen inzwischen das Angebot, wobei davon zwischen 30 und 40 Prozent zuletzt von den bisherigen auf die neuen Tarife Fun-Flat-66 bzw. Fun-Flat-75 gewechselt sind. Etwas auskunftsfreudiger waren die genannten Anbieter im Hinblick auf ihre Kalkulationsgrundlagen: Bei denen, die der Deutschen Telekom durch Interconnect-Gebühren, Transfervolumen-Berechnung und andere Online-Gebühren tributpflichtig sind, liegt die kritische Grenze trotz eventueller Mengenrabatte je User bei 50 bis 60 Stunden pro Monat. Daher sei, so Herr Nordlohne, AOL flat ab einer gewissen Stundenzahl tatsächlich ein Minusgeschäft, das man aber dennoch "gerne" anbieten würde. In etwas günstigerer Position befinden sich Anbieter mit einem eigenen Netz. Wer zum Beispiel einen Analoganschluss bei MobilCom hat, kann für 49 Mark Aufpreis monatlich unbeschränkt surfen. Möglich wird der vergleichsweise günstige Preis, da MobilCom bei Vollanschluss-Kunden für die Internet-Einwahl keine Extra-Gebühren mehr an die Telekom bezahlen muss. Stattdessen fällt, wie zum Beispiel auch bei Arcor, pro Anschluss monatlich eine Miete von 25,40 Mark zuzüglich Mehrwertsteuer für das Kupferkabel an. Weitere zeit- oder volumenabhängige Gebühren belasten hier weder den Anbieter, noch das Gewissen der Poweruser und Surf-Junkies. Frank Rebenstock
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