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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Handy weg - was nun?13.07.2000
Im schlimmsten Fall verliert man nach der Sperrung vorübergehend seine Rufnummer
Das Schicksal schlägt teilweise heftig zu. Ein Freund eines
Mitarbeiters von Teltarif verlor sein VIAG-Handy und war umgehend
darauf bedacht, seine SIM-Karte sperren zu lassen. Nachdem er
nach mehreren Versuchen bei der VIAG-Kundenhotline durchgekommen
war, handelte diese richtig: Die Karte wurde unmittelbar nach der
Verlustmeldung gesperrt und somit war weiterer Schaden auf Kosten
des Kunden ausgeschlossen. Verwirrend wurde es jedoch für Freunde
des Opfers, sobald sie versuchten, die Nummer des verlorenen Handys
anzuwählen. Sie bekamen nämlich die merkwürdige Ansage zu hören:
"Diese Rufnummer ist nicht vergeben. Bitte rufen Sie die Auskunft
an." Diese Ansage ist die Viag-Variante des von der Telekom
bekannten Spruchs "Kein Anschluss unter dieser Nummer."
Was war geschehen? Hat der Freund seinen VIAG-Vertrag gekündigt und ist die Nummer dadurch wieder freigeworden? Nein, "nur" die SIM-Karte war samt Handy geklaut worden. Erst nach Rücksprache per Festnetz erfuhren die Anrufer die genauen Umstände. Zusätzlich zum Ärger über diese Verwirrung werden bei VIAG Interkom für eine neue Karte 25 Mark fällig, mit der man dann nach einigen Tagen wieder telefonieren kann. In einem anderen Fall musste das teltarif-Team zunächst eine Woche auf eine neue Karte warten und dann nocheinmal auf deren Freischaltung. Teltarif wollte in diesem Zusammenhang wissen, wie sich die anderen drei deutschen Mobilfunkanbieter bei einem Handyverlust verhalten. Eine umgehende Sperrung der SIM-Karte wird von allen Anbietern versprochen. Der Kunde meldet sich unter Angabe seines Kundenkennwortes bei der entsprechenden Hotline, um den Verlust zu melden, und binnen weniger Minuten ist keine weitere Kommunikation über die verlorene Karte mehr möglich. Unterschiedliche Angaben machen die Unternehmen darüber, wann und wie dem Kunden eine Ersatzkarte zur Verfügung gestellt wird. Die Kosten für eine solche Ersatzkarte variieren von Anbieter zu Anbieter. Am günstigsten kommen hier die Kunden von D2 Mannesmann davon. Tragen sie die Kosten von 11,50 Mark, wird ihnen in drei bis vier Tagen die Ersatzkarte per Post zugeschickt. In einem separaten Kuvert und ebenfalls per Post erhält man die neue PIN-Nummer. T-Mobil verspricht eine Lieferung binnen 24 Stunden an den Kunden und zieht dabei die Mobilität eines Kurierdienstes vor. Mit 15 Mark sind die Kosten hierbei nur unwesentlich höher als bei D2 Mannesmann. Da der Kurierdienst nicht billig ist, ist das insgesamt ein fairer Preis. Den Kunden des E-Plus-Netzes stehen zwei verschiedene Möglichkeiten offen, in den Besitz der Ersatzkarte zu gelangen. Man kann entweder über die Hotline eine neue Karte per Post anfordern und auf eine Lieferung in 48 Stunden hoffen, oder aber direkt vor Ort die Karte in einem der zahlreichen E-Plus-Shops abholen. Die Kosten liegen hierbei bei vergleichsweise hohen 30 Mark. Wie von den anderen drei Mobilfunkanbietern außerdem zu erfahren war, werden verwirrende Ansagen nicht geschaltet. Während bei T-Mobil außer dem normalen Klingelton überhaupt keine weitere Ansage zu hören ist, schalten sowohl D2 Mannesmann als auch e-plus den Hinweis, dass "der gewünschte Gesprächspartner vorübergehend nicht erreichbar" sei. Alles wesentlich sinnvollere Lösungen als bei VIAG Interkom. Hayo Lücke
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