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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
T-D1 führt GPRS ein20.06.2000
Schnelle Datenübertragung und Abrechnung nach übertragener Datenmenge werden möglich
"Als weltweit erster Netzbetreiber führt
T-Mobil in dieser Woche die neue
Datenübertragungstechnik GPRS (General Packet Radio Service) ein",
teilt die Telekom-Tochter heute mit.
Tatsächlich nutzbar ist die 40 Kbit/s schnelle Datenübertragungstechnik
allerdings kaum. Denn es gibt kein Handy auf dem Markt,
das diese Technik unterstützt.
Zum GPRS-Start will T-D1 rund 70 Prozent der Fläche Deutschlands mit der neuen Technik versorgen, noch im Spätsommer soll sie dann bundesweit zur Verfügung stehen. Die gesamten Investitionen in den Ausbau des T-D1-Netzes bezifferte T-Mobil Technik-Chef Klaus Hummel für die Jahre 1999 und 2000 auf zusammen drei Milliarden Mark. Umfasste das T-D1 Netz Ende 1998 noch rund 17.000 Zellen und 8.000 Standorte, werden es Ende diesen Jahres bundesweit bereits 39.000 Funkzellen bzw. 16.000 Standorte sein. Mit der Einführung von GPRS stellt T-Mobil nun frühzeitig die Weichen in Richtung Zukunft, erklärte Hummel weiter. Bleibt nur zu hoffen, dass die Handy-Hersteller nachziehen und endlich eines der vielen angekündigten GPRS-Geräte auf den Markt bringen. GPRS ist ein neuer paketorientierter Datenübertragungs-Standard. Bei diesem Standard muss nicht ein ganzer Sprachkanal für die Daten reserviert werden. Stattdessen schickt man die Daten in Paketen, wo noch Platz ist. GPRS hat also eine ganze Reihe von Vorteilen: Neben der höheren Übertragungsgeschwindigkeit werden die Netze entlastet und die Nutzer können von neuen Abrechnungsmöglichkeiten profitieren. Anders als bisher kann nicht mehr nur nach Minuten, sondern nach übertragenen Datenmengen abgerechnet werden, was die effektiven Surfkosten erheblich senken könnte. Hummel wörtlich: "Wir stehen vor einem Paradigmenwechsel im Mobilfunk. Wer mit GPRS online geht, braucht zukünftig nicht mehr auf die Uhr zu schauen." Was das surfen mit GPRS nun wirklich kostet, wurde allerdings nicht mitgeteilt. Die richtige Vermarktung von GPRS ist auch erst für den September vorgesehen. Lediglich ein paar Tester werden die neue Technik im Rahmen einer sogenannten "Scouting-Phase" bereits in den nächsten Wochen kostenlos ausprobieren können. Sie erhalten dazu Geräte von Motorola und Sagem, die hoffentlich im September auch in die Läden kommen. Christopher Paun
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