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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Vodafone und Mannesmann fusionieren04.02.2000
Angebot nochmals aufgestockt - Mannesmann hat integrierte Strategie aus Mobilfunk, Festnetz und Internet durchgesetzt.
Nach der größten Übernahmeschlacht
in der Wirtschaftsgeschichte schließen sich Mannesmann und der
britisch-amerikanische Telefonkonzern Vodafone AirTouch nun doch
gütlich zu einem neuen Telefonriesen zusammen. Wie Mannesmann-Chef
Klaus Esser und Vodafone-Chef Chris Gent am Donnerstagabend in
Düsseldorf bekannt gaben, einigten sich beide Konzerne wenige
Tage vor dem Ablauf einer Vodafone-Übernahmeofferte auf ein
Zusammengehen.
Die Führung des neuen Konzerns mit Sitz im britischen Newbury und in Düsseldorf soll Gent übernehmen, Esser soll während des Integrationsprozesses noch fünf Monate lang an der Spitze von Mannesmann stehen und anschließend Vizechef des Verwaltungsrates ohne direkten Eingriff in die Tagesgeschäfte des neuen Konzerns werden. "Wir sind beide Gewinner", sagte Gent. Die Aktionäre des Düsseldorfer Unternehmens sollten 49,5 Prozent an dem gemeinsamen Unternehmen halten an Stelle der bislang angebotenen 47,2 Prozent. Sie erhalten demnach 58,96 statt der bisherigen 53,7 Vodafone-Aktien pro Mannesmann-Papier. Die Fusion hat einen Umfang von über 370 Milliarden Mark. Die Umtauschfrist für die Aktionäre wurde bis zum 17. Februar verlängert. Im Laufe der Diskussion habe es eine "deutliche Annäherung" in Richtung der bisherigen Mannesmann-Strategie gegeben, Festnetz und Mobilfunkgeschäft parallel zu betreiben, sagte Esser. Wie schon vor dem Vodafone-Angebot beschlossen, sollen die Sparten Engineering und Automotive zügig ausgegliedert und an die Börse gebracht werden. Der mit Vodafone verbündete französische Mischkonzern Vivendi lobte den Zusammenschluss als "ausgezeichnete Entscheidung". Damit entstehe ein großes europäisches Unternehmen, das mit den US-Riesen konkurrieren könne, erklärte Vivendi in Paris unter Anspielung auf die Firmenehe zwischen dem Internet-Dienst America Online (AOL) und dem Medienkonzern Time-Warner. Vodafone hatte im Dezember sein feindliches Übernahmeangebot für Mannesmann offiziell vorgelegt, nachdem die Spitze des deutschen Konzerns eine Fusion zurückgewiesen hatte. Beide Seiten hatten daraufhin mit großangelegten Werbekampagnen versucht, die Gunst der Mannesmann-Aktionäre zu gewinnen. Unterdessen hat nach dem Mannesmann-Vorstand am Freitagnachmittag auch der Aufsichtsrat des Konzerns in Düsseldorf erwartungsgemäß einem Zusammengehen mit dem bisherigen Konkurrenten zugestimmt. Die Arbeitnehmervertreter trügen die Fusion mit, erklärte IG-Metall-Chef Klaus Zwickel, der auch Aufsichtsratsvize bei Mannesmann ist. Andreas Schlebach / AFP
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