Die Düsseldorfer
Mannesmann AG erwägt den Kauf
des britischen Mobilfunk-Anbieters Orange. Die Deutschen
bieten umgerechnet rund 50 Milliarden Mark für die Nummer Drei des
britischen Mobilfunkmarktes, berichtet heute das "Wall Street
Journal Europe".
Demnach verhandele Mannesmann mit der Investmentfirma Hutchison
Whampoa aus Hong Kong über die Übernahme von deren 49-Prozent-Anteil an Orange,
schreibt das Blatt. Die Gespräche mit dem größten Orange-Anteilseigner könnten noch in dieser Woche
zu einer Übereinkunft führen, heißt es. Der Telekom-Konkurrent würde mit der
Akquisition nicht nur seine eigene Marktposition stärken, sondern
sich selbst vor "feindlicher" Übernahme schützen. Der teure Kauf
von Orange würde den Düsseldorfer Konzern erheblich unattraktiver für Vodafone AirTouch machen, die ihrerseits Mannesmann seit Jahren
auf ihrem Wunschzettel haben.
Sprecher von Mannesmann und Orange wollten zu den "Marktspekulationen" keine Stellung beziehen. Die Übernahme würde
zu einer Gesamt-Kundenbasis von über 10 Millionen Teilnehmern führen.