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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Verlagshäuser & Fernsehsender als virtueller Kiosk21.08.2009
11:12 AppStore, Ovi & Co. bieten bereits Applikationen gegen Obolus anInhaltsverzeichnis:1. Kräftige Einnahmen durch kostenpflichtige Mini-Programme2. Medienunternehmen bitten ihre Leser im Netz zur Kasse
Sind Partygags und Körpergeräusche mehr wert als
Nachrichten aus aller Welt? Die Antwort lautet ja zumindest wenn
man den Preis zugrunde legt, der dafür bezahlt wird: Das Neueste aus
Bundestag, Konzernzentralen und Fußball-Stadien können Internet-
Nutzer auf zahlreichen Nachrichtenportalen kostenlos lesen. Wer
dagegen Apps genannte Mini-Programme wie "iBeer" und "iFart" auf
das Multimedia-Handy iPhone laden will, muss zahlen - und Tausende
Nutzer tun das auch. Rein kaufmännisch gesehen sind diese
Applikationen damit ein Vorbild für die Medienbranche.
nächste Seite: Medienunternehmen bitten ihre Leser im Netz zur Kasse
Die meisten Verlagshäuser und Fernsehsender sind immer noch auf der Suche nach einem einträglichen Geschäftsmodell für die digitale Welt. Werbung im Web allein bringt meist mickrige Umsätze. Und Bezahlmodelle scheiterten in den vergangenen Jahren stets, weil die Leserschaft die Artikel-Maut verweigerte. Doch während viele Medienmanager noch über die "Kostenlos-Kultur" klagten, zeigte Apple, dass zumindest unter den Handy-Nutzern nicht nur Gratismentalität herrscht: Vor einem Jahr öffnete der Konzern aus Kalifornien seinen AppStore. Über diesen Kiosk können iPhone-Nutzer ihr Telefon aufrüsten - mit Programmen für Musik und Videos, GPS-Diensten und Fahrplänen, und natürlich mit Spielen und Partygags. Innerhalb eines knappen Jahres verzeichnete Apple 1,5 Milliarden Downloads. Ein ordentlicher Teil davon war kostenpflichtig. Andere Smartphone-Hersteller haben mit virtuellen Läden nachgezogen - Google bietet für Android-Geräte den Android Market, Nokia lädt über "Ovi" zum Einkaufen ein. "Läden wie der AppStore von Apple und Ovi von Nokia sind konsumentennah gestaltet", sagt Roman Friedrich, Partner bei der Unternehmensberatung Booz & Company in Düsseldorf. Die intuitive Benutzerführung und das einfache Bezahlsystem zählt der Experte zu den Erfolgsfaktoren. Ein weiteres Plus: Sämtliche Einkäufe wickelt Apple bequem über das bereits eingerichtete Nutzerkonto ab. Zudem ist der AppStore mittlerweile mehr als nur ein Laden für Mini-Programme. Seit dem Software-Update im Juni können Anbieter dort auch Abos verkaufen und innerhalb der Applikationen zusätzlich Geld verlangen. So ist es zum Beispiel denkbar, dass ein Verlag das Inhaltsverzeichnis einer Zeitschrift oder eines Kochbuchs kostenlos anzeigt - gezahlt wird für den Abruf der einzelnen Artikel oder Rezepte. Das iPhone wird so zur Vertriebszentrale - und Betreiber Apple verdient dank einer 30-prozentigen Provision jedes Mal kräftig mit. Warum das Bezahl-Experiment Zukunft hat erfahren Sie auf der Seite 2.
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